Der Weihnachtsmann kauft online – E-Commerce in der DACH-Region auf Rekordniveau

Auch wenn inzwischen viele Corona-Einschränkungen aufgehoben werden, verlagert sich das Kaufverhalten der Verbraucher in der DACH-Region weiter in Richtung Internet: In Deutschland kaufen inzwischen mehr Verbraucher online ein (46 Prozent) als im stationären Geschäft (43 Prozent). In Österreich bevorzugen 40 Prozent den Online-Einkauf und in der Schweiz sind es immerhin 28 Prozent der Verbraucher – Tendenz weiter steigend. Zudem sagt jeder Vierte in der Region, dass er dieses Kaufverhalten auch nach Ende der Pandemie nicht mehr ändern will.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt das aktuelle Update des E-Com Report DACH, einer Befragung von knapp 8.000 Konsumenten, die von Kantar Sifo zwischen September 2020 und Juni 2021 im Auftrag des europäischen Zahlungsdienstleisters Nets Group für die DACH-Region durchgeführt wurde.

©Concardis – Nets Group 2021

„Bis spätestens April 2021 hatten die Corona-Pandemie und die nationalen Lockdowns noch starken Einfluss darauf, dass viele Verbraucher Produkte und Dienstleistungen online eingekauft haben. Inzwischen tun sie dies zunehmend mit voller Überzeugung. Der Wandel im Handel hin zu Online-Services und hybriden Geschäftsmodellen ist mit diesem Konsumentenverhalten komplett vollzogen,“ sagt Robert Hoffmann, CEO von Nets Merchant Services und Concardis. „Man muss also kein Prophet sein, um die Aussage zu treffen, dass auch das Weihnachtsgeschäft 2021 vorwiegend online stattfinden wird. Umso wichtiger ist es, dass sich vor allem auch die kleinen Händler auf einen verstärkten Online-Verkauf einstellen.“

Fast drei Viertel der Deutschen und Österreicher kaufen bevorzugt Produkte online

In der DACH-Region liegt der Fokus der Verbraucher beim Onlineshopping klar auf Produkten: 74 Prozent der Deutschen, 70 Prozent der Österreicher und knapp 57 Prozent der Schweizer gaben an, Produkte online erworben zu haben. Klarer Favorit ist dabei Kleidung: Fast die Hälfte aller Online-Käufer in Deutschland (48 Prozent) und der Schweiz (46 Prozent) und immerhin 41 Prozent der Österreicher haben im Untersuchungszeitraum ihre Kleidung online gekauft. Und sogar traditionell eher analog verkaufte Produkte, wie Apothekenartikel, landeten 2020/2021 in Deutschland mit 26 Prozent und in Österreich mit 27 Prozent auf Platz zwei der am meisten online gekauften Artikel. Im Bereich der am meisten online gekauften Dienstleistungen, dominierten in allen drei Ländern (DE 40 Prozent, AT 39 Prozent, CH 34 Prozent) Streaming-Dienste für Musik, Filme und Hörbücher.

Jede Nation mit unterschiedlichen Zahlungspräferenzen

Was das Bezahlen selbst angeht, haben Deutsche, Österreicher und Schweizer unterschiedliche Vorlieben: In Deutschland bezahlen Verbraucher ihren Online-Einkauf am liebsten mit E-Wallets (40 Prozent), gefolgt von Rechnung (22 Prozent), Kreditkarte (12 Prozent), SEPA Lastschriftverfahren (8 Prozent) und Online-Überweisung (6 Prozent). In Österreich liefern sich E-Wallets (25 Prozent), Kauf auf Rechnung (23 Prozent) und Kreditkarte (22 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Online-Überweisung und Debitkarte belegen mit 12 Prozent und 6 Prozent Rang 4 und 5. In der Schweiz dagegen sieht es noch einmal deutlich anders aus. Hier führt die Kreditkarte mit 30 Prozent vor Kauf auf Rechnung (23 Prozent) und E-Wallets (12 Prozent), Ratenzahlung (10 Prozent) und Debitkarte (8 Prozent). Weder in Deutschland noch in Österreich oder der Schweiz gibt es also eine alles dominierende Zahlungsmethode.

Was die Länder eint ist, dass ein breiter Zahlungsmix für alle E-Commerce-Händler in der DACH-Region wichtig ist, denn die Zahlen zeigen auch, dass knapp jeder Fünfte in der Region angab, seinen Onlinekauf aufgrund fehlender oder nicht funktionierender Bezahlverfahren ganz abgebrochen zu haben.

„Grundsätzlich sollten Händler auf einen unkomplizierten und nahtlosen Check-Out-Prozess achten, denn der Report zeigt auch, dass nach wie vor Amazon & Co. bei den Verbrauchern in der Region sehr beliebt sind. 57 Prozent der deutschen und 50 Prozent der österreichischen Konsumenten gaben an, dass sie lieber bei einem großen Online-Marktplatz kaufen als bei einem kleineren Händler. Hier sollte der Handel sich rüsten,“ so Hoffmann.

Weihnachtsgeschäft 2021 bietet enormes Potenzial im Online-Handel

Hoffmann sieht aufgrund der Zahlen kurzfristig akuten Handlungsbedarf für kleine und mittlere Händler, die online auch in puncto Bezahlung und Checkout-Optimierung noch nicht optimal aufgestellt sind: „Es sind nur noch gut zwei Monate bis Weihnachten und zwischenzeitlich finden weitere wichtige Online-Shopping-Tage statt, die für den Jahresumsatz mehr als relevant sind. Um also nicht kurz vor dem Black Friday und Cyber Monday in hektische Betriebsamkeit zu verfallen, gilt es für Händler und Dienstleister, jetzt ihre Online-Shops entsprechend vorzubereiten. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass ein erfolgreicher Vertrieb über das Internet für den wirtschaftlichen Erfolg von Händlern und Dienstleistern, die bisher überwiegend stationär verkauften, sehr wichtig ist. Mit unserer neuen E-Commerce-Payment-Lösung Easy können wir dabei optimal unterstützen.“

Der E-Com-Report wird vom europaweit tätigen Zahlungsdienstleister Nets Group seit einigen Jahren für die skandinavischen Länder (Dänemark, Schweden Norwegen und Finnland) jährlich erhoben. 2020 wurden erstmals auch Verbraucher in der DACH-Region und Polen befragt. Die aktuelle Umfrage ist ein Update des bereits im März dieses Jahres von der Nets Group veröffentlichten E-Com Reports 2020 und untersucht fortlaufend detailliert jeweils für die einzelnen Länder das Online-Kauf- und Bezahlverhalten der Konsumenten.

Concardis
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