Wie viel verdienen IT-Consultants in Deutschland?

Viele Berufsbezeichnungen haben sich in den letzten Jahren stark geändert. Einige Berufe beinhalten nun englische Wörter im Namen, andere lassen quasi keinen Schluss auf die eigentliche Aufgabe zu. So ist es auch der Fall beim neuartigen IT-Consultant. Denn bis vor kurzer Zeit nannte man diesen Beruf noch IT-Berater. Eine Berufsbezeichnung, die schlagartig mehr über den Job verrät. Doch was genau macht ein IT-Consultant, wie erlangt man einen Job in dieser Branche und wie sieht die Bezahlung aus? Wir klären auf!

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Was sind die Aufgaben eines IT-Consultant?

Die IT-Consultants sind eine Berufsgruppe, welche der Informatik-Branche angehört. Sie werden meist von großen Unternehmen beauftragt, wenn ein größeres IT-Projekt ansteht. Dabei können die Aufträge aus quasi jeder Richtung kommen. Ob ein Krankenhaus, das seine IT auf Vordermann bringen will, oder ein Glücksspielanbieter wie Vulkan Vegas DE. Die Bereiche, in denen ein IT-Consultant tätig werden kann, sind enorm vielfältig. Durch die immer steigende Bedeutung des Internets ist auch ein starker Anstieg des Bedarfs von IT-Beratern zu beobachten.

IT-Consultants sind eine Art “Dolmetscher”

Während die eigentliche, schaffende Arbeit in der IT von Entwicklern und Programmierern übernommen wird, verstehen sich IT-Consultants eher als Dolmetscher. Denn die Entwickler sind zwar in ihrem Job sehr begabt, verstehen in der Regel allerdings wenig von der Wirtschaft. Ein IT-Consultant kommt hier ins Spiel und vermittelt zwischen Auftraggeber und Entwickler. Nachdem die Wünsche des Kunden zusammengetragen wurden, beginnt die Arbeit des IT-Beraters. Er muss jetzt eigene Ideen einbringen und diese an die Entwickler weiterleiten. Um den Job ein besser darstellen zu können, folgt nun ein kleines Beispiel.

Verkehrsverbund XY möchte durch die Möglichkeiten der IT Geld einsparen. Leider kam dem Vorstand für dieses Vorhaben kein eigener Lösungsvorschlag in den Sinn, weshalb er einen IT-Berater beauftragte. Mit seiner Erfahrung und Expertise kam diesem schnell in den Sinn, ein E-Ticket einzuführen. Dies würde die Fahrkartenautomaten entlasten und könnte sogar einige Geräte einsparen. Nun setzt sich der IT-Consultant mit den Entwicklern in Verbindung und berichtet diesen vom Vorhaben des Auftraggebers. Während der Entwicklung bietet er sich dann als Vermittler zwischen Endkunden und Programmierern an.

Neben anstehenden Projekten werden IT-Berater auch oft im Qualitätsmanagement angetroffen. Hier sollen sie bestehende Schwachstellen in der IT aufdecken. Aber auch Verbesserungsvorschläge für bestehende Strukturen werden von ihnen erwartet.

Welche Voraussetzungen bedarf es, um IT-Consultant zu werden?

Neben den Fähigkeiten in der Branche an sich, gibt es bereits vorab viele charakterlichen Kriterien, die das Berufsbild des IT-Beraters mit sich bringt. Oftmals müssen sie weit verreisen, um dem Kunden vor Ort beiseite stehen zu können. IT-Projekte können dabei einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Berater mehrere Jahre an ein Projekt gebunden sind. Hier bedarf es auf jeden Fall der Bereitschaft, lange Reisen im Sinne des Geschäfts durchzuführen. Aber auch andere Fähigkeiten werden gefordert. Da große Unternehmen oftmals Deadlines stellen, arbeiten IT-Berater so gut wie immer unter Zeitdruck. Wessen Psyche dafür nicht stabil genug gebaut ist, der sollte es sich lieber zweimal überlegen, in dieser Branche tätig zu werden.

Auch die Arbeitszeiten lassen sich vorher nicht wirklich abschätzen. Während ein Angestellter im Büro genau weiß, wann er seinen Rechner herunterfahren kann, muss ein IT-Berater ständig die Kontaktaufnahme seitens des Kunden fürchten. So kann es auch spät Abends noch zu Telefonkonferenzen kommen. Auch eine gute sprachliche Ausdrucksweise ist in Betracht des ständigen Kundenkontakts unabdingbar.

Keine geschützte Berufsbezeichnung

Im Gegensatz zu den meisten Berufen in Deutschland, gibt es keine geregelte Berufsbezeichnung für einen IT-Berater. Den Titel kann sich also quasi jeder selbst vergeben, wichtig sind daher vor allem die Referenzen. Kenntnisse in der IT sind auf jeden Fall von Vorteil, allerdings kein Muss. Letztendlich entscheidet der Kunde aufgrund seiner Einschätzung, welchen IT-Berater er für sein Projekt beauftragt.

Wie hoch ist das Gehalt eines IT-Consultants?

Das Einstiegsgehalt eines IT-Beraters hängt häufig von seinen Qualifikationen ab. Während Berater, welche nicht studiert haben, im Schnitt mit 36.000 € jährlich einsteigen, sieht es bei Studierten ganz anders aus. Hier können gut und gerne 50.000 € erwirtschaftet werden, wohlgemerkt als Einstiegsgehalt. Das durchschnittliche Gehalt aller IT-Berater in Deutschland beträgt beachtliche 81.000 € brutto jährlich. Monatlich macht dies ein Gehalt von 6750 €. Eine Bezahlung, die deutlich über dem deutschen Durchschnittslohn liegt. Ob der Lohn für diese Arbeit gerechtfertigt ist, während andere für ein Bruchteil dieses Geldes körperlich schwere Arbeit verrichten, darüber lässt sich streiten. Ein klarer Nachteil der IT-Berater ist auf jeden Fall, dass von ihnen ständige Bereitschaft gefordert wird. Ein Umstand, der durch die hohen Gehälter fürstlich entlohnt wird.

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