Crowdfunding eröffnet neue Möglichkeiten in vielen Branchen

Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ein Projekt entstehen zu lassen. Sogar dann, wenn nur die Idee vorhanden ist, aber keine finanziellen Mittel für die Produktion vorliegen. Eine dieser Möglichkeiten ist Crowdfunding. Wie funktioniert Crowdfunding und wo kommt es zum Einsatz?

Crowdfunding eröffnet neue Möglichkeiten in vielen Branchen. pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Was ist Crowdfunding?

Eine enorme Weiterentwicklung erlebten wir in den letzten Jahren nicht nur hinsichtlich der Zahlungsmittel, auch hinsichtlich der Finanzierungsmethoden hat sich viel getan. Eine rasant anwachsende und immer beliebtere Form der Finanzierung ist das Crowdfunding. Durch dieses lassen sich innovative Produkte, Start-ups, Immobilien, etablierte Unternehmen oder private Projekte finanzieren. Das besondere hierbei ist, dass eine Vielzahl von Personen, oftmals weltweit, ein Projekt finanziell unterstützten und somit ermöglichen.

Beim Crowdfunding wenden sich die Initiatoren eines bestimmten Projekts direkt an die Öffentlichkeit, um das Interesse für eine gemeinschaftliche Finanzierung zu wecken und Investoren zu gewinnen. Dadurch ist die Realisierung eines Projektes nicht von einer traditionellen Instanz (Förderinstitution, Bank, etc.) abhängig – Dies wird von der Crowd, also Gemeinschaft, entschieden. Was die Crowd von den Projektinvestoren als Gegenleistung erhält, hängt oftmals vom gewählten Crowdfunding-Modell und auch der Höhe des gespendeten Betrags ab.

Der Begriff Crowdfunding setzt sich aus dem Wort Crowd (deutsch: Menschenmenge) und Funding (deutsch: Finanzierung) zusammen. Da Crowd wörtlich ebenso Schwarm bedeutet, ist das Crowdfunding hierzulande ebenfalls unter dem Namen „Schwarmfinanzierung“ bekannt.

Crowdfunding in der Games-Branche

Crowdfunding hat sich spätestens seit der erfolgreichen Realisierung von „Star Citizen“, einem 100-Millionen-Projekt, auch in der Spiele-Branche etabliert. Seither wurden ebenfalls viele deutsche Games-Projekte durch private Zuschüsse aus dem Netz finanziert. Dies geschieht teilweise aufgrund fehlender Finanzierungsalternativen, teilweise durch eine bewusste Entscheidung der Projektleiter.

Das digitale Einsammeln von Spenden als Finanzierungsquelle von großen oder kleinen Spiele-Projekten etablierte sich innerhalb der vergangenen Jahre in der Games-Branche. Denn es bietet vielerlei Möglichkeiten: Auf diese Weise finanzieren junge Entwickler ihre Projekte und etablierte Studios testen, wie ihr neues Spiel-Projekt bei den Fans ankommt. Das Prinzip ist jedoch immer das Gleiche: Entwickler werben öffentlich auf verschiedenen Crowdfunding-Portalen, wie Startnext, Kickstarter oder der eigenen Homepage mit ersten Ideen und Eindrücken oder stellen der Community spiel- und testbare Ausschnitte zur Verfügung. Wem das Projekt gefällt, der bietet finanzielle Unterstützung. Als Gegenleistung erhalten die Sponsoren frühe Demo-Versionen, Fan-Artikel oder das Vorverkaufsrecht. Teilweise wird den Investoren sogar die Möglichkeit geboten, einen Teil des Games mitzugestalten. Dies ist meist von der Höhe der Spende abgängig.

Crowdfunding erweitert den Games-Markt

Nicht nur kleine und große Produzenten-Teams oder Investoren profitieren von dieser Art Finanzierungsmittel, auch Games-Fans erfreuen sich an der Vielzahl der realisierten Spiele-Projekte in allen Bereichen. Das reicht von Brett- und Strategiespielen über Shooter, Action-Adventures bis hin zu Casino-Spielen und Wolf Gold™ Spielautomat. Heute steht uns eine nie dagewesene Vielfalt an Games zur Verfügung, die uns in vielerlei Hinsicht bereichern.

Die Ansprüche steigen stetig an

Gut durchdachte, öffentliche Crowdfunding-Kampagnen sind weltweit längst gängig geworden, denn diese Art der Games-Finanzierung hat sich mittlerweile in ein knallhartes Geschäft entwickelt. Dadurch steigen vor allem die Kriterien der Kampagne stark an. Wo früher eine vage Skizze der Idee zum Erfolg führte, wird heute für den Finanzierungsaufruf eine ausgeklügelte Marketing-Kampagne mit vorzeigbaren Eindrücken des Games verlangt.

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