Verleihung Deutscher Gründerpreis 2021 am 14. September in Berlin

Aus den jeweils drei Finalisten des Deutschen Gründerpreises, die in den Kategorien StartUp und Aufsteiger für die hohe Auszeichnung nominiert sind, werden am kommenden Dienstag die Preisträger gekürt. Ebenso wird eine vorbildliche Unternehmerpersönlichkeit für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren waren dies beispielsweise Alfred Theodor Ritter („Ritter Sport“), Götz Werner (dm-drogerie markt) oder Jörg Sennheiser (Audiotechnik). Zudem wird die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis vergeben. Zuletzt war dieser 2018 an Roncalli-Gründer Bernhard Paul verliehen worden.

Der Deutsche Gründerpreis wird am 14. September 2021 in mehreren Kategorien im ZDF Hauptstadtstudio in Berlin vergeben. Foto: SHORT CUTS GmbH für Deutscher Gründerpreis

Der bedeutendste Preis für Gründerinnen und Gründer in Deutschland wird verliehen am Dienstag, 14. September 2021, 20.00 bis 21.30 Uhr im ZDF Hauptstadt-Studio in Berlin.

Der Deutsche Gründerpreis, ausgelobt von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, wird nach pandemiebedingter Pause 2020 in diesem Jahr zum 19. Mal verliehen. Mit dem Preis werden jährlich Unternehmen in den unterschiedlichen Phasen ihres erfolgreichen Bestehens ausgezeichnet.

Die Verleihung wird moderiert von Barbara Hahlweg. Die Auszeichnungen werden unter anderem durch Florian Gless (stern), Helmut Schleweis (Deutscher Sparkassen- und Giroverband), Dr. Oliver Blume (Porsche) und Dr. Thomas Bellut (ZDF) überreicht.

Die Finalisten in der Kategorie StartUp, ein- bis maximal dreijährige Unternehmen, die ihre Geschäftsidee besonders erfolgreich am Markt etabliert haben, sind:

  • SoSafe GmbH, Köln: Mit ihrer Trainings- und Sensibilisierungsplattform hilft SoSafe Unternehmen, die Belegschaft als „menschliche Firewall“ zu aktivieren, denn neun von zehn Cyber-Angriffen starten mit dem Faktor Mensch. Größtes Einfallstor für Cyber-Attacken sind nach wie vor Phishing-Mails. Die EU-Agentur für Cybersicherheit spricht von einem coronabedingten Phishing-Mail-Anstieg auf das Siebenfache. Solche Mails zu simulieren ist essenzieller Bestandteil der SoSafe-Lösung.

    Felix Schürholz, Dr. Niklas Hellemann und Lukas Schaefer, Gründer der SoSafe GmbH, nominiert in der Kategorie StartUp. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis
  • Sympatient GmbH, Hamburg: Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden an Angststörungen. Die Invirto-App von Sympatient könnte mehr als der Hälfte von ihnen helfen. Sie bringt den „Goldstandard der Angsttherapie“, die sogenannte Exposition, aufs Smartphone. Die App kombiniert klassische Therapie mit Virtual Reality und transferiert sie ins Digitale. Das vielversprechende, digitale Medizinprodukt des jungen Unternehmens wird von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

    Benedikt Reinke mit Julian und Christian Angern, Gründer der Sympatient GmbH, nominiert in der Kategorie StartUp. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis
  • yuri GmbH, Meckenbeuren: Laborversuche in Schwerelosigkeit einfacher, schneller und kostengünstiger ermöglichen – auf Parabelflügen oder auf der Internationalen Raumstation ISS: Mit einem ausgeklügelten Baukastensystem aus Mini-Laboren hat yuri die „Demokratisierung der Schwerelosigkeit“ zum Geschäftsmodell erklärt. Versuche sind ab 10.000 Euro möglich, zur ISS gehts ab 95.000 Euro. Elf Mal schon absolvierte das Team erfolgreiche Missionen auf die Internationale Raumstation.

    Mark Kugel und Maria Birlem, Mitgründer der yuri GmbH, nominiert in der Kategorie StartUp. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis

In der Kategorie Aufsteiger werden Unternehmen ausgezeichnet, die nicht älter als neun Jahre sind und bereits ein außerordentliches Wachstum erreicht haben. Nominiert sind in diesem Jahr:

  • Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Erlangen: Grüner Wasserstoff ist in vielen Industrien für die Transformation zur Klimaneutralität essenziell, von der Stahlerzeugung bis zur Glasherstellung. Mit Hilfe der von Hydrogenious entwickelten LOHC-Technologie kann grüner Wasserstoff gefahrlos und effizient gelagert und transportiert werden: Das leicht entzündliche Gas wird an ein Öl gebunden, später wird es wieder freigesetzt. Das Öl selbst wird wiederum für die nächste Ladung benutzt.

    Dr. Daniel Teichmann, Mitgründer der Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, nominiert in der Kategorie Aufsteiger. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis
  • Nect GmbH, Hamburg: Über 3,5 Millionen Identitäten hat die Nect GmbH mit ihrer „Selfie-Ident“-App bereits verifiziert, täglich kommen bis zu 20.000 weitere dazu. Das innovative Verfahren kombiniert Selfie-Videos mit künstlicher Intelligenz, überprüft die Echtheit des Ausweisdokuments anhand der Sicherheitsmerkmale und die Lebendigkeit des Nutzers anhand der Muskelbewegungen im Gesicht. Der Gang zur Postfiliale oder lange Wartezeiten beim Videogespräch mit einem Agenten entfallen.

    Benny Bennet Jürgens und Carlo Ulbrich, Gründer der Nect GmbH, nominiert in der Kategorie Aufsteiger. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis
  • Wildling Shoes GmbH, Engelskirchen: Ein Großteil der Menschen ist wegen einengender Schuhe fußkrank. Wildling hat seinen innovativen Ansatz, Füßen möglichst viel Freiheit zu lassen, kompromisslos und erfolgreich umgesetzt, dafür Fans in aller Welt gewonnen. Der Schuh wurde völlig neu konstruiert, zu den verwendeten Materialen zählt sogar Papier. Mit einer Dicke ab 1,5 Millimeter ermöglicht die Wildling Sohle, den Untergrund wieder aktiv wahrzunehmen und trainiert zudem die Muskulatur.

    Anna Yona, Mitgründerin der Wildling Shoes GmbH, nominiert in der Kategorie Aufsteiger. Foto: Dirk Bruniecki für Deutscher Gründerpreis

Die sechs Finalisten erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Porsche Consulting. Zudem übernehmen Mitglieder des Kuratoriums des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für jeden Finalisten und stellen ihr Know-how und ihre Erfahrungen zur Verfügung. Die Unternehmen erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

Vorgeschlagen wurden die Unternehmen durch die rund 300 Experten des Deutschen Gründerpreises. Sie stammen aus renommierten Unternehmen, Technologiezentren, Ministerien, Gründungsinitiativen und der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Experten verfügen über jahrelange Erfahrungen mit Unternehmensgründungen und sehr gute Branchenkenntnisse. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt den Deutschen Gründerpreis.

Ausführliche Unternehmensporträts der Finalisten und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.deutscher-gruenderpreis.de.

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