Deutsche Post DHL Group liefert im zweiten Quartal neue Bestmarken für Umsatz und Ergebnis

Nach einem guten Jahresstart hat der weltweit führende Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group im zweiten Quartal 2021 seinen Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Der Umsatz verbesserte sich deutlich um 22,2 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro (Q2 2020: 15,9 Milliarden Euro). Dank weltweit anziehender Geschäftsaktivitäten und eines beständig wachsenden Online-Handels profitierten alle fünf Divisionen von einer sehr starken Nachfrage nach Logistikdienstleistungen. Die Sendungsmengen erreichten eine neue Höchstmarke und wurden von Deutsche Post DHL Group so effizient wie nie zuvor transportiert. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 2,1 Milliarden Euro (Q2 2020: 912 Millionen Euro). Die EBIT-Marge verdoppelte sich nahezu auf 10,7 Prozent (Q2 2020: 5,7 Prozent). Der Free Cashflow betrug 919 Millionen Euro im zweiten Quartal 2021. Damit hat der Konzern die im Juli veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen übertroffen und seine erhöhte Prognose bestätigt. Der ebenfalls im Juli angekündigte erneute Corona-Sonderbonus für weltweit rund 550.000 Mitarbeiter*innen soll im vierten Quartal 2021 ausgezahlt werden.

Deutsche Post DHL Group schließt an starkes Auftaktquartal an: Zweites Quartal liefert neue Bestmarken für Umsatz und Ergebnis. ©DHL 2020

„Nachdem die Weltwirtschaft im letzten Jahr einen beispiellosen Einbruch erlebt hat, leisten alle unserer Divisionen einen entscheidenden Beitrag, um die Erholung des Welthandels zu beschleunigen. Unsere gesamte Mannschaft hat bei unverändert herausfordernden Rahmenbedingungen eine großartige Leistung gezeigt und ein hervorragendes Quartalsergebnis ermöglicht“, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group.

Strategischer Fokus entfaltet positive Wirkung

Der im Rahmen der Strategie 2025 definierte Fokus auf das profitable Kerngeschäft sowie die Megatrends Online-Handel und Digitalisierung entfaltete im zweiten Quartal 2021 weiter seine positive Wirkung auf das Ergebnis. Die dynamische Entwicklung im nationalen und internationalen Geschäft wurde in den Monaten April bis Juni vom weiter anhaltenden strukturellen E-Commerce-Trend getragen. Gleichzeitig belebten sich die stärker vom Welthandel abhängigen Geschäftsaktivitäten, wie die Kontraktlogistik und das internationale Frachtgeschäft. Die nach wie vor herausfordernden Bedingungen an den internationalen Transportmärkten in der Luft- und Seefracht haben die stärker auf das B2B-Geschäft fokussierten Divisionen mit einer ausgesprochen hohen Effizienz gemeistert. Die fortschreitende digitale Transformation von Geschäftsprozessen und die Einführung neuer digitaler Kundenlösungen verliehen der Profitabilität zusätzlichen Auftrieb.

Unter dem Strich erwirtschaftete Deutsche Post DHL Group im zweiten Quartal 2021 einen Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen von 1,3 Milliarden Euro (Q2 2020: 525 Millionen Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verdoppelte sich entsprechend auf 1,05 Euro nach 0,43 Euro vor einem Jahr.

Angehobene Prognose bestätigt: EBIT soll 2023 auf mehr als 7,4 Milliarden Euro steigen

Der Konzern bestätigt seine im Juli angehobene kurz- und mittelfristige Ergebnisprognose. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 prognostiziert Deutsche Post DHL Group weiterhin ein Rekordergebnis von mehr als 7,0 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine für das vierte Quartal 2021 geplante Auszahlung des Corona-Bonus an rund 550.000 Mitarbeiter*innen weltweit mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro1. Der mittelfristige Ergebnisausblick für 2023 beträgt unverändert mehr als 7,4 Milliarden Euro. Darin kommt die Erwartung von unverändert hohen Sendungsmengen und einer weiter verbesserten Effizienz zum Ausdruck.

Verstärkte Investitionen auf Basis der herausragenden Cashflow-Entwicklung

Der operative Cashflow des Konzerns stieg im Vorjahresvergleich deutlich um 36,0 Prozent auf mehr als 2,2 Milliarden Euro. Die Bruttoinvestitionen von insgesamt 794 Millionen Euro (Q2 2020: 482 Millionen Euro) konzentrierten sich im abgelaufenen Quartal auf den Ausbau der Flugzeugflotte der Division Express, zusätzliche Sortierkapazität bei Post & Paket Deutschland sowie den Einsatz von weiterer Automatisierungstechnik in der Division Supply Chain. Der Free Cashflow betrug im gleichen Zeitraum 919 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 605 Millionen Euro.

„Nach über einem Jahr Corona-Pandemie hat der Onlinehandel ein strukturelles Wachstum erlebt und die Sendungsmengen haben ein nachhaltig höheres Niveau erreicht. Gleichzeitig profitiert unser Geschäft durch wieder anziehende Geschäftskundenaktivitäten. Auf Basis der deutlich gewachsenen Nachfrage nach Logistiklösungen können alle Divisionen ihre Netzwerke so effizient wie nie zuvor auslasten. Wir haben damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um durch gezielte Investitionen in unser Kerngeschäft und die Digitalisierung auch zukünftig weiter profitabel zu wachsen“, sagte Finanzvorstand Melanie Kreis.

Gemäß der im Juli aktualisierten Prognose werden für das Geschäftsjahr 2021 Bruttoinvestitionen in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro erwartet. Ebenfalls prognostiziert der Konzern weiterhin einen Free Cashflow von mehr als 3,2 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Die Prognose für den kumulierten Free Cashflow in den Jahren 2021 bis 2023 bleibt unverändert bei rund 9,0 Milliarden Euro, während die kumulierten Bruttoinvestitionen in diesem Zeitraum rund 11,0 Milliarden Euro betragen sollen.

Express: Wachstum der Sendungsmengen ermöglicht herausragende Profitabilität

Das EBIT von Express konnte mit 1.177 Millionen Euro (Q2 2020: 565 Millionen Euro) im zweiten Quartal 2021 mehr als verdoppelt werden. Der Umsatz stieg um 31,8 Prozent auf rund 6,0 Milliarden Euro. Basis für diesen Erfolg war die nochmals verbesserte Auslastung des weltweit einzigartigen internationalen Netzwerkes. Express stärkte sein Netzwerk mit der Inbetriebnahme von 11 zusätzlichen Flugzeugen im zweiten Quartal. Die internationalen zeitgenauen Expresssendungen (TDI) stiegen um 20,2 Prozent, wobei sich das Wachstum auf alle Regionen der Welt verteilte. Die TDI-Volumina wuchsen in Europa um 23,6 Prozent, in Asien-Pazifik um 9,8 Prozent und in der Region Amerika um 36,7 Prozent. Entsprechend wurde das Netzwerk mit herausragender Effizienz genutzt. Die EBIT-Marge übertraf mit 19,8 Prozent deutlich den Wert aus dem Vorjahr (Q2 2020: 12,5 Prozent).

Global Forwarding, Freight: Deutliche Produktivitätssteigerung beschleunigt Ergebniswachstum

Global Forwarding, Freight konnte das EBIT gegenüber dem Vorjahresquartal um 64,2 Prozent auf 312 Millionen Euro steigern. Der Umsatz verbesserte sich in einem unverändert herausfordernden Markt auf 5,2 Milliarden Euro (Q2 2020: 4,1 Milliarden Euro). Während sich die Seefrachtvolumina auf dem Niveau von vor der Pandemie bewegten (jedoch +20,5 Prozent gegenüber Vorjahr), lagen die Transportvolumina in der Luftfracht sogar deutlich oberhalb des Niveaus von vor der Pandemie (und +35,7 Prozent gegenüber Vorjahr). In einem Umfeld von sich weiterhin dynamisch entwickelnden Luft- und Seefrachtraten profitierte die Division neben höheren Volumina auch von Produktivitätssteigerungen. Auf eine deutlich verbesserte EBIT-Marge von 6,0 Prozent (Q2 2020: 4,6 Prozent) zahlten auch Digitalisierungsprojekte wie die Einführung eines neuen Transport Management Systems ein.

Supply Chain: Wachstumsrückgang erfolgreich überwunden und Bestmarke bei Profitabilität erzielt

Während das Ergebnis von Supply Chain im Vorjahr noch stark durch die Pandemie beeinflusst wurde, war das EBIT im zweiten Quartal niemals zuvor stärker und betrug 198 Millionen Euro (Q2 2020: 33 Millionen Euro). Damit war das Ergebnis deutlicher stärker als vor der Pandemie. Die Kundenaktivitäten nahmen insbesondere in den Sektoren Life Sciences & Healthcare und Auto-Mobility deutlich zu und sorgten für ein Umsatzwachstum von 21,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gegenüber Vorjahr. Damit hat die Division den pandemiebedingten Umsatzrückgang erfolgreich hinter sich gelassen. Für weiteres Wachstum wird auch das Neugeschäft in Höhe von 559 Millionen Euro Umsatz auf Jahresbasis sorgen, das im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden konnte. Die erzielten Fortschritte bei der Kostendisziplin, Standardisierung und Digitalisierung entfalten weiter ihre positive Wirkung. In der Pandemie trugen diese Maßnahmen zur Stabilisierung des positiven Ergebnisses bei, jetzt verbesserten sie die Profitabilität merklich. Die EBIT-Marge erreichte mit 6,0 Prozent (Q2 2020: 1,2 Prozent) eine neue operative Bestmarke.

eCommerce Solutions: Wachstum im internationalen Paketgeschäft ungebrochen

Der Unternehmensbereich eCommerce Solutions konnte das EBIT von 1 Million Euro im Vorjahresquartal auf 116 Millionen Euro im zweiten Quartal 2021 vervielfachen, während sich der Umsatz um 23,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro (Q2 2020: 1,2 Milliarden Euro) erhöhte. Im Vorjahresvergleich konnte die Auslastung der Netzwerke im internationalen Paketgeschäft deutlich gesteigert werden. Ein deutliches Umsatzwachstum von mehr als 25 Prozent wurde bei Cross Border Solutions erzielt, die mit DHL Parcel Connect europäischen Online-Händlern den europaweiten Versand ermöglichen. Die Profitabilität bewegte sich im zweiten Quartal mit einer EBIT-Marge von 8,1 Prozent signifikant oberhalb des Vorjahreswertes von 0,1 Prozent.

Post & Paket Deutschland: Online-Handel ermöglicht weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis

Das EBIT bei Post & Paket Deutschland konnte im zweiten Quartal 2021 auf 315 Millionen Euro (Q2 2020: 264 Millionen Euro) gesteigert werden. Der Umsatz lag mit 4,2 Milliarden Euro moderat über dem Vorjahr (Q2 2020: 3,9 Milliarden Euro). Der Online-Handel war erneut der anhaltend starke Ergebnis- und Umsatztreiber. Während das Vorjahresquartal den Startpunkt für sprunghaft erhöhte Volumina im Paketgeschäft markierte, legten diese im zurückliegenden Quartal nochmals um weitere 13,4 Prozent zu. Die durchschnittliche Paketmenge in Deutschland betrug rund 7,6 Millionen Pakete pro Tag. Im Briefgeschäft sorgte das dank der Erholung der Werbemärkte wiedererstarkte Dialogmarketing für ein Wachstum von insgesamt rund 6,7 Prozent gegenüber dem stark durch die Pandemie beeinflussten Vorjahreswert. Die EBIT-Marge betrug 7,6 Prozent und lag damit über Vorjahresniveau (Q2 2020: 6,8 Prozent).

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