Umsetzung des Lieferkettengesetzes: PwC und fTRACE geben Kooperation bekannt

Anfang März hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten beschlossen. Am 11. Juni wurde nun im Bundestag über das Gesetz abgestimmt und damit das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verabschiedet. Auf EU-Ebene ist eine vergleichbare Regulierung in Vorbereitung, die Anforderungen an ein verantwortliches Management von Lieferketten für Unternehmen vorschreibt. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland und fTRACE, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von GS1 Germany, haben eine Partnerschaft vereinbart, um Unternehmen bei der Umsetzung der daraus entstehenden regulatorischen Vorgaben zu unterstützen. GS1 Germany ist eine Kollaborationsplattform, die weltweit Standards für unternehmensübergreifende Prozesse entwickelt.

Lieferkettengesetzt – Aufbau eines Systems zur Evaluierung der Lieferkettenstruktur. pixabay.com ©Schwoaze (Creative Commons CC0)

„Viele deutsche Firmen arbeiten seit Jahren an einer transparenten Supply Chain. Dennoch sorgt das neue Gesetz für Unsicherheit, weil die Unternehmen das Thema nun deutlich schneller als gedacht und unter regulatorischer Beobachtung lösen müssen.“ Dr. Jan Joachim Herrmann, Partner bei PwC Deutschland und Experte für Sustainable Supply Chain Management

Im Zusammenhang mit dem Gesetz stellen sich Unternehmen viele Fragen, etwa: Wie können wir auf Lieferanten zugreifen, die bereits akkreditiert sind? Welche Kosten und Strafen kommen bei Verstößen auf uns zu? Wer prüft und kontrolliert die Einhaltung der Vorgaben? Welche Tools können uns bei der Umsetzung helfen?

Aufbau eines Systems zur Evaluierung der Lieferkettenstruktur

Im Rahmen ihrer Kooperation unterstützen PwC und fTRACE Unternehmen dabei, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Kern der Zusammenarbeit ist der Aufbau eines Systems zur Evaluierung der gesamten Lieferkettenstruktur, um potenzielle Risiken schnell identifizieren zu können. Dabei kommen Tools zur kontinuierlichen Kontrolle und Verfolgung von Waren zum Einsatz. Die Kooperationspartner greifen für diese Aufgabe unter anderem auf die Cloud-basierte Plattform fTRACE von GS1 Germany zurück, mit der Unternehmen Transparenz über ihre Liefernetzwerke erhalten können.

PwC und fTRACE begleiten Unternehmen auch dabei, Maßnahmen zur Risikovermeidung festzulegen, umzusetzen und zu implementieren. Nicht zuletzt unterstützen die Partner beim Reporting, um für ein hohes Maß an Lieferketten-Transparenz gegenüber allen Stakeholdern zu sorgen. Als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist PwC zudem in der Lage, die Erfüllung der Regulatorik auch formal zu bestätigen.

Standards setzen für verlässliche Lieferketten

„Die Herausforderungen, die sich aus dem anstehenden Lieferkettengesetz ergeben, können nur kollaborativ bewältigt werden. Daher freuen wir uns sehr, mit PwC einen weiteren starken Partner für unseren Community-Ansatz gewonnen zu haben. Wir kombinieren die strategische und regulatorische Expertise von PwC mit unserer Erfahrung als Experte für Rückverfolgbarkeit und Lieferkettentransparenz. Ziel ist es, die regulatorischen Vorgaben effizient zu erfüllen, das Vertrauen der Stakeholder zu stärken und die End-to-End-Prozesse weiter zu standardisieren.“ Mark Zeller, Lead bei fTRACE

Transparente Supply Chains bieten viele Vorteile

Die volle Anwendung des Gesetzes führe dabei zu weit mehr als der Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechten: „Eine transparente Lieferkette bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile: Sie stärkt das Vertrauen der Stakeholder, reduziert Risiken, beschleunigt das Unternehmenswachstum und senkt Kosten. Für Unternehmen sollte somit nicht der regulatorische Aufwand im Vordergrund stehen, sondern die Vorteile, die mit der Umsetzung der Anforderungen aus dem Lieferkettengesetz verbunden sind“, resümiert PwC-Experte Herrmann.

PwC
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