Bürger skeptisch gegenüber Künstlicher Intelligenz

Viele Menschen schätzen ihr Wissen über Künstliche Intelligenz als vergleichsweise gering ein und äußern sich eher skeptisch in Bezug auf entsprechende KI-Anwendungen – vor allem im Bereich Personalwesen. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 6.000 Bürgern in Australien, Deutschland, Kanada, den USA und dem Vereinigten Königreich zum Vertrauen in Künstliche Intelligenz (KI) ergeben.

Bürger sind skeptisch gegenüber Künstlicher Intelligenz. pixabay.com ©Sophieja23 (Creative Commons CC0)

Nur 28 Prozent der Befragten äußern demnach ein generelles Vertrauen in KI, und lediglich jeder Fünfte befürwortet die Anwendung entsprechender Systeme ausdrücklich. Am ehesten akzeptieren die Bürger KI-Anwendungen im Bereich Medizin – etwa wenn es um die Unterstützung von Diagnosen und Behandlungen geht. So wären 35 Prozent der Befragten bereit, sich hier auf die Ergebnisse von KI-Analysen zu verlassen. KI-Anwendungen im Personalwesen – beispielsweise im Kontext von Einstellungen oder Beförderungen – werden dagegen deutlich skeptischer gesehen. Hier würde nur jeder Vierte KI-basierten Entscheidungen zustimmen (25 Prozent). Bezüglich der Art des Einsatzes einer KI können sich die meisten Umfrageteilnehmer noch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zwecks Aufgabenautomatisierung und -erweiterung vorstellen (je nach Land 70 bis 76 Prozent).

„Die Umfrage zeigt, dass die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz maßgeblich vom Vertrauen und einem konkreten Mehrwert der Anwendungen abhängig ist. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die derzeitigen Regelungen und Gesetze nicht ausreichen, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sicher zu machen, oder sehen dies zumindest ambivalent. Das zeigt, wie wichtig es ist, die regulatorischen Rahmenbedingungen für KI – inklusive Datenschutzgesetze – in allen untersuchten Ländern zu stärken und bekannter zu machen. Dirk Distelrath, Director im Bereich Consulting von KPMG“

Zur Umfrage „Trust in Artificial Intelligence“

KPMG hat gemeinsam mit der University of Queensland – in den USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien und Australien jeweils mehr als 1.200 Bürgerinnen und Bürger befragt (insgesamt 6.054, darunter 1.202 aus Deutschland). Dabei ging es um künstliche Intelligenz im Allgemeinen sowie speziell im Gesundheits- und Personalwesen – zwei Bereiche, in denen die Technik voraussichtlich schon bald eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürger betreffen wird. Die Umfrageergebnisse finden sich unter diesem Link zum Download.

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