Australische Finanzbehörde sucht intensiv nach eBay-Steuersündern

Das Australian Taxation Office (ATO), das Pendant zu unserer Finanzbehörde, nutzt sein neu eingeführtes IT-System um Steuersündern auf die Spur zu kommen. Dabei stehen besonders eBay-Händler im Fokus der Behörde.

Das neue System ermöglicht dem ATO, gemeldetes Einkommen mit den eingegangenen Beträgen auf den verschiedenen Banken oder anderen Organisationen zu vergleichen. Im Jahr 2010 gelang es der Steuerbehörde damit mehr als 241 Millionen von Verkäufern nicht gemeldete australische Dollar zu entdecken.

Zusätzlich zum strengen IT-System hat das ATO umstrittene Cash-Benchmarks auf ungefähr 600.000 neue Businesses angewandt. Diese  stellen kartographisch unter anderem dar, was die Steuerbehörde an Cash-Verkäufen erwartet oder auch wie hoch die Materialkosten verglichen mit dem Umsatz war. Das Verfahren wurde auch auf eBay-Händler angewandt und dabei 2.200 Verkäufer identifiziert, die ihren Umsatz zu niedrig ausgewiesen hatten. Unter diesen waren 235 eBay-Händler, die mehr als 100.000 Dollar zu wenig angegeben hatten.

Das Problem der eBay-Verkäufe liegt darin, so ein Mitarbeiter der Steuerbehörde, dass eBay nicht verpflichtet ist, die Umsatzzahlen seiner Kunden an die Behörden weiterzuleiten. Doch sollten solche Plattformen ihre Kunden in jedem Fall darüber informieren und aufklären, wie wichtig die wahrheitsgemäße Angabe solcher Daten sei. Derzeit so der Mitarbeiter, klaffe hier in der Gesetzgebung noch eine Lücke.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



Kategorien: Recht & Sicherheit

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