Grover sammelt 60 Mio.Euro in Series B-Finanzierung ein

Grover, Europas Marktführer im Miet-Commerce für Unterhaltungselektronik, erhält 60 Millionen Euro in einer überzeichneten Series-B-Finanzierungsrunde. Das zusätzliche Kapital soll die Marktdurchdringung sowie Produktinnovation vorantreiben und die internationale Expansion des Berliner Unternehmens weiter beschleunigen. Grover will die Zahl der laufenden Mieten bis zum Jahresende verdreifachen und den Wandel der Branche hin zu einem kreislauforientierten Ansatz für Unterhaltungselektronik vorantreiben. Die Finanzierungsrunde folgt auf ein starkes Wachstumsjahr 2020, in dem das Unternehmen um das 2,5-fache wuchs.

Die aktuelle Finanzierungsrunde setzt sich aus 45 Millionen Euro von Eigenkapitalinvestoren sowie weiteren 15 Millionen Euro Fremdfinanzierung zusammen. Der Eigenkapitalanteil wurde von Jonathan Schneider bei JMS Capital-Everglen angeführt, unter Beteiligung neuer Investoren Viola Fintech und Assurant, sowie einer Reihe von Gründer*innen und Business Angels aus Europa und Nordamerika. Bestandsinvestoren coparion, Augmentum Fintech, Circularity Capital, Seedcamp und Samsung Next beteiligten sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde. Der Fremdkapitalanteil wurde vom europäischen Venture Debt Anbieter Kreos Capital ausgegeben.

Bei Grover können Privatpersonen und Unternehmen Technik monatlich mieten statt sie zu kaufen. Das Mietmodell bietet mehr Flexibilität als der direkte Kauf oder eine Finanzierung und gewährt für jeden Lebensstil und jedes Budget den einfachsten Zugang zum gewünschten Tech-Produkt. Durch die Wiederverwendung der Geräte über mehrere Mietzyklen hinweg, ist Grovers Modell darüber hinaus gegenüber dem herkömmlichen linearen Gebrauch die nachhaltigere Alternative.

Dieses Nutzenversprechen hat sich besonders im vergangenen Jahr bewährt: Technologieprodukte gewannen unter Pandemiebedingungen einen noch größeren Stellenwert im Leben der Menschen, während immer mehr Verbraucher*innen bewusste, nachhaltige Konsumentscheidungen trafen und sich für flexible Zugangsoptionen entschieden. Grover erlebte 2020 eine Rekordnachfrage und schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 37 Millionen Euro ab. Dank der Geräte-Rückführung konnten mehr als 4000 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden. Im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen außerdem einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR)[1] von 60 Millionen Euro – ein Zuwachs um das Zweieinhalbfache gegenüber dem Vorjahr – und wurde erstmals auf EBITDA-Ebene profitabel.

Mit dem frisch gewonnenen Kapital wird Grover in erster Linie das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben, um so mehr Menschen einen flexiblen, nachhaltigen und bezahlbaren Zugang zu Technik-Produkten zu ermöglichen. Die Zahl der laufenden Mietverträge mit Privat- und Geschäftskunden soll bis Ende 2021 auf 450.000 verdreifacht werden. Ziel ist es, den Wandel der Unterhaltungselektronik-Branche hin zu einem kreislauforientierten Wirtschaftsmodell voranzutreiben.

Grovers Pläne für dieses Jahr beinhalten:

  • Weiteres Wachstum in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie die Expansion in neue Märkte, darunter Spanien und die USA.
  • Einführung neuer Produktinnovationen, etwa einer Tech-Subscription-Flatrate, eines eingebetteten Finanzservices und eines erweiterten Geschäftskundenangebots.
  • Ausweitung des Produktportfolios um neue Kategorien wie Connected Fitnessgeräte und Gesundheitstracker, Serviceroboter und smarte Haushaltsgeräte.
  • Investitionen in Top-Talente und Teamentwicklung. Dazu gehört unter anderem die Erweiterung des Führungsteams um Michael Kostadinovich (ehemals Better.com), der seit April als Chief Technology Officer bei Grover tätig ist.

Michael Cassau, CEO und Gründer von Grover: „Mehr denn je legen Verbraucher*innen beim Zugang zu Produkten sowie bei deren Nutzung Wert auf Convenience, Flexibilität und Nachhaltigkeit. Das gilt besonders für Technik-Produkte, die uns immer neue Möglichkeiten im Beruf und im Privatleben eröffnen – egal ob Produktivität, Konnektivität oder Spaß. Mit dem neuen Kapital können wir noch mehr Menschen Zugang zu diesen Möglichkeiten bieten. Wir werden weiter in die Verbesserung und Entwicklung unseres Miet-Services investieren, um unseren Kund*innen innovative Wege zur umfassenden Nutzung von Technik-Produkten zu öffnen. Die starke Unterstützung unserer Investoren bestätigt nicht nur den Mehrwert, den unser Service unseren Kund*innen bringt, sondern auch das enorme Wachstumspotenzial von Grover. In einem globalen Markt, der jährlich Billionen umsetzt, stehen wir erst am Anfang unserer Reise.“

Die rechtliche Beratung rund um den Abschluss haben für Grover Osborne Clarke und Jefferies übernommen.

[1] Grover definiert ARR als den annualisierten Wert der Bruttoeinnahmen aus laufenden Mieten zu einem bestimmten Zeitpunkt.

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