Verbraucher sehen im grenzüberschreitenden E-Commerce eine Gefahr für lokale Geschäfte

E-Commerce-Riesen wie Amazon und Zalando boomen geradezu in der Covid-Krise. Dennoch sympathisieren die deutschen Käufer vor allem mit lokalen Onlineshops. So befürchtet gut 61 Prozent, dass Web-Giganten wie Amazon eine Bedrohung für lokale Geschäfte darstellen, wie eine Studie im Auftrag der E-Commerce-Versandplattform Sendcloud herausfand.

Infolgedessen meiden die Verbraucher internationale Einzelhändler zugunsten lokaler Geschäfte. Fast die Hälfte der deutschen Verbraucher (47%) gab an, seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie mehr bei lokalen Geschäften als bei internationalen Händlern und Online-Marktplätzen zu bestellen.

Hohe Lieferkosten (54%), mögliche zusätzliche Zollgebühren (51%) und komplizierte Rücksendeverfahren (45%) waren einige der Gründe, warum sich Verbraucher dafür entschieden, näher an ihrem Wohnort einzukaufen, so das Ergebnis der Studie.

Eine mögliche Erklärung für die Beliebtheit lokaler Onlineshops könnte auch die wachsende Zahl physischer Geschäfte sein, die aufgrund von Corona einen Webshop gestartet haben.

„Die E-Commerce-Landschaft hat sich im letzten Jahr grundlegend verändert. Es ist interessant zu sehen, dass die Verbraucher ihr Vertrauen zunehmend lokalen Händlern schenken“, kommentierte Rob van den Heuvel, CEO von Sendcloud, die Studienergebnisse. „Gleichwohl viele Menschen befürchten, dass lokale (Online-)Geschäfte von internationalen E-Commerce-Giganten bedroht sind, lässt sich vielmehr beobachten, dass lokale Geschäfte sogar einen entscheidenden Vorsprung bei den Verbrauchern haben. Lokale Händler, die den E-Commerce für sich entdeckt haben, können jetzt langfristig ihren Kundenstamm vergrößern. Wenn sie ihren Kunden ein nahtloses Einkaufs- und Liefererlebnis bieten, haben sie die Chance, sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber den internationalen Riesen zu verschaffen.“

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