Click-and-Collect gegen Corona-Einkaufsfrust Die zehn Faktoren für erfolgreichen Aufbau eines Click & Collect-Geschäfts

Das Einkaufsverhalten hat sich nachhaltig verändert – ob Lockdown oder nicht, die Kunden finden wachsenden Gefallen an Click & Collect. Click-and-Collect und auch Meet-and-Collect sind ideale Werkzeuge, in direkten Kundenkontakt zu treten. „Die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäft mit Click-and-Collect ist der Grad der Vernetzung, mit dem der Händler arbeitet. Warenwirtschaft und Shopsystem müssen in Echtzeit verknüpft sein. Click-and-Collect kennt keine Lieferzeiten“, sagt Manuel Strotmann, Geschäftsführer von Best IT. Die E-Commerce-Agentur hat bereits für zahlreiche Kunden, darunter den Gartenspezialisten Pflanzen-Kölle, diese Schnittstellen umgesetzt. Optimale Produktgruppen für diese Art Shopping sind die Bereiche Home & Garden, Möbel, Baby, Baumarktwaren, Elektroartikel und Sportartikel. Grundsätzlich gilt: Je individueller die Produkte, desto schwerer ist Click & Collect umzusetzen. Hier ist dann Meet & Collect die Chance, dem Kunden vor Ort eine Beratung zu geben.

Zehn Erfolgsfaktoren und Regeln für Click-and-Collect:

  1. Das Warenwirtschaftssystem muss mit eingebunden sein, um den Bestandstatus in Echtzeit verfügbar zu haben.
  2. Die Verfügbarkeit im lokalen Geschäft muss auch online angezeigt werden!
  3. Online-Zahlungsmöglichkeiten sollten implementiert werden.
  4. Ist eine Bezahlung nur am POS möglich, muss frühzeitig darauf hingewiesen werden.
  5. Bestellungen sollten nicht nur per Webshop, sondern auch per Telefon/E-Mail aufgegeben werden können. Das Warenwirtschaftssystem muss entsprechend der Bestände aktualisiert werden!
  6. Auslieferungszeitpunkt – es muss fix gehen und dem Kunden einen Mehrwert bieten (Mehrwert = noch schneller als die Onlinebestellung + kaufe lokal).
  7. Logistik muss dem Konzept entsprechend angepasst sein.
  8. Personal-Kapazitäten am POS und der Abwicklung müssen passend zur Verfügung stehen.
  9. Sortiment, das per Click & Collect lieferbar ist, sollte auch über zusätzliche Werbemaßnahmen wie Newsletter beworben werden.
  10. Auch Lockerungen bedeuten nicht, dass nicht wieder zeitnah ein voller Lockdown erfolgen kann! Nichts zu tun bedeutet also definitiv Verluste im Umsatz.
    Digital und stationär

Egal ob Lockerungen oder nicht: Jederzeit kann wieder eine weitere Verschärfung drohen. Der Einzelhandel muss Alternativen ausbauen, denn Ladenmieten sind weiter fällig. „Mit Click-and-Collect besteht die Chance, mit einem verminderten Personalstamm für die Kunden dennoch vor Ort da zu sein und sein Branding damit zu erhalten“, erklärt Commerce-Experte Strotmann. Eines sei zumindest absehbar: Die Verlagerung in den Online-Bereich wird sich auch nach Ende der Maßnahmen nicht wesentlich verändern – für Händler also generell ein Anstoß, die Digitalisierung schnell zu vollziehen. Damit solle auch die bisher noch häufig strikt vollzogene Trennung zwischen Online und Fläche aufgebrochen werden: „Egal, von wo der Kunde kommt – er bekommt ein Shopping-Erlebnis“, resümiert der Best IT-Chef. Mit seinem Team setzt Strotmann seit Jahren Projekte um, die digitalen Handel und auch stationäre Präsenz verknüpfen.

Best IT
Beitrag teilen: