Populäre Zahlungsmethoden für Sportwetten

Mit dem neuen Glücksspielgesetz in Deutschland wird die Wettlandschaft umgekrempelt. Der neue Länderstaatsvertrag, der ab dem 1. Juli 2021 gilt, legalisiert erstmals bundesweit Online-Casinos und erweitert das Angebot an erlaubten Sportwetten. Bereits im Vorfeld haben etliche seriöse Online-Wettbüros die begehrten deutschen Lizenzen erhalten, weil sie innerhalb der zurzeit gültigen Duldungsregelung die künftigen staatlichen Anforderungen erfüllen.

Für die Tipper, deren Wettfreudigkeit allein im Jahr 2018 in der Bundesrepublik einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bedeutet hat, bietet die Neuregelung klare Richtlinien und damit Rechtssicherheit. Auf einer vertrauenswürdigen Webseite lässt sich ein Impressum mit Adresse und Kontaktinformationen finden und mühelos feststellen, ob die Lizenz tatsächlich in Deutschland oder zumindest in einem anderen Mitgliedsland der europäischen Union erteilt worden sind. Von anderen Seiten sollte vorsichtshalber von vornherein Abstand benommen werden.

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Obwohl sich sämtliche in der Bundesrepublik erlaubten Anbieter an strikte Regeln unter anderem zum Jugendschutz und zur Vorbeugung von Spielsucht halten müssen, gibt es Unterschiede, nicht nur was das Angebot an Sportwetten und die Quoten betrifft. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Kontoeröffnung die allgemeinen Geschäftsbedingungen durchzulesen und unter anderem zu vergleichen, welche Zahlungsmethoden für Ein- und Auszahlungen bestehen und ob dafür Gebühren erhoben werden.

Während jahrelang Banküberweisungen oder Einzugsermächtigungen vom Konto in Deutschland die führenden, nicht auf Bargeld basierenden Zahlungsarten waren, liegen inzwischen andere elektronische Zahlungsmethoden vorn. Jedes gute Online-Wettbüro bietet seinen Kunden eine Auswahl an verschiedenen Optionen an.

Kreditkarten werden in Deutschland immer populärer, obwohl sie im internationalen Vergleich noch einen weiten Aufholbedarf haben. Sowohl Mastercard wie auch Visa kontrollieren über das sogenannte 3D-Secure-Verfahren, dass die Transaktion tatsächlich vom Karteninhaber vorgenommen wird.

An erster Stelle bei Überweisungen und Zahlungen online liegt bei den Bundesbürgern mittlerweile der aus den USA stammende Zahlungsdienst Paypal, der im vergangenen Jahr von 48 Prozent der Deutschen bevorzugt wurde. Das liegt unter anderem am Datenschutz, der für viele Bundesbürger ein Hauptanliegen ist. Weil Zahlungen ausschließlich über mit dem Paypal-Konto verbundene Email-Adressen erfolgen, sind dem Verkäufer oder Wettanbieter nur diese Informationen bekannt und sämtliche sensiblen Daten bleiben geschützt. Die Kontoinformationen sind nur Paypal bekannt und werden intern für die blitzschnell abgewickelten Zahlungsvorgänge benutzt. Überweisungen sind in der gleichen Währung kostenlos, bei Überweisungen für Dienste oder Waren wird eine Gebühr fällig.

Um die Transaktionen so sicher wie möglich zu gestalten, setzt Paypal außer auf https-Verschlüsselung auch auf die interne Verschlüsselung der Kundendaten.

Wer auf betrügerische Unternehmen hereinfällt, sollte dies Paypal sofort melden, um den in den meisten Fällen akzeptierten Kundenschutz in Anspruch zu nehmen.

Relativ neu ist die Paysafecard, die jedoch schon in vielen Online-Handlungen und Internet-Wettbüros akzeptiert werden. Dabei handelt es sich um eine Art Wertkarte für Online-Transaktionen. Die Karten, die unter anderem in Lottoannahmestellen verkauft werden, sind mit einem Guthaben von 10 oder 100 Euro geladen und besitzen einen eigenen Pin-Code. Der Pin-Code muss beim Bezahlen online eingegeben werden und erlischt, sobald das Guthaben auf der Paysafecard aufgebracht ist. Im Regelfall ist der Einsatz der Karte gebührenfrei, es kann allerdings bei einigen Händlern Ausnahmen geben.

Aufgrund der relativ geringen Guthabensumme pro Karte ist die Paysafecard zwar nicht ideal für große Anschaffungen wie Computer oder Fernseher, für das Sportwettenbudget hingegen erleichtern sie das vernünftige Finanzmanagement. Im Rahmen des neuen Glücksspielländerstaatsvertrags gelten zwar künftig monatliche Höchstsummen von insgesamt 1000 Euro im Monat pro Spieler, die zudem alle Online-Einsätze vom Fußballtipp über Pferderennen bis hin zu Slotspielen umfassen, und Zocker können zudem für ihr Wettkonto ein eigenes, niedrigeres Limit festlegen. Aber wer nur Guthabenkarten verwendet, um sein Konto aufzufüllen, und sich etwaige größere Gewinne sofort auszahlen lässt, kommt nicht in Versuchung, einen etwaigen Geldsegen gleich wieder zu riskieren.

Obwohl gerade bei Sportwetten bei überlegten Einsätzen nach dem gründlichen Studium der vorhandenen Daten, was Teams oder Athleten anbetrifft, längerfristig gute Gewinnchancen bestehen, bleibt der Glücksfaktor dennoch stets im Spiel.

Manche Unternehmen bieten inzwischen auch Zahlungen via Krypto-Wallets an, aber was die virtuellen Währungen für Spekulanten so attraktiv macht, kann ihren Einsatz im Geschäftsalltag zum schlechten Geschäft machen. Zum einen fallen zum Teil erhebliche Gebühren für Transaktionen in Bitcoin, Ethereum und Co. an, und zum anderen sind die Kurse höchst volatil. Wer seinen Tipp über die Kryptowallet bezahlt, weil der Kurs gerade so viel besser erschien als die Zahlung via herkömmliche Methoden, kann mit Pech selbst im Gewinnfall deutlich weniger herausbekommen, als er gedacht hat, weil die virtuelle Währung gerade wieder eine Talfahrt erlebt hat.

Wer sich für welche Zahlungsart entscheidet, ist auch eine Frage der Angewohnheit und des Temperaments. Wer dem Internet selbst bei so hochgradig verschlüsselten Diensten wie Paypal seine vertraulichen Daten nicht preisgeben mag, findet genügend Alternativen wie eben die für den einmaligen Gebrauch ausgelegten Paysafecard, die zudem im Laden mit Bargeld bezahlt werden kann. Und bietet das eine Wettbüro die bevorzugte Art der Transaktion nicht oder nur gegen Gebühr an, lassen sich im Internet rasch andere Anbieter finden, deren Auswahl einem besser zusagt. Dank dem neuen Glücksspielrecht lassen sich nicht nur rasch nach einem Blick auf Impressum und AGBs Vergleiche der einzelnen Webseiten anstellen, die in Deutschland zugelassen Wettanbieter sorgen auch dafür, dass sich das Risiko für den Kunden in erster Linie auf erfolglose Tipps beschränkt.

Frank
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