Euroconsumers reicht 60 Millionen Euro Sammelklage gegen Apple in Italien ein

Die Verbraucherschutzorganisation Euroconsumers, die 1,5 Millionen Verbraucher vertritt, hat heute bekannt gegeben, dass sie eine Sammelklage gegen Apple Inc. in Italien wegen der geplanten Obsoleszenz von Apple iPhones eingereicht hat. Die Klage, die von Euroconsumers‘ Mitglied Altroconsumo eingereicht wurde, fordert eine Entschädigung von durchschnittlich mindestens 60 Euro für Besitzer des iPhone 6, 6 Plus, 6S und 6S Plus.

Die Klage folgt auf zwei Klagen, die im Dezember 2020 von Euroconsumers Mitgliedern nach Test-Käufen in Belgien und mit OCU in Spanien durchgeführt wurden.

„Wenn Verbraucher Apple iPhones kaufen, erwarten sie nachhaltige Qualitätsprodukte. Leider ist das bei der iPhone 6-Serie nicht der Fall. Die Verbraucher wurden nicht nur betrogen und mussten Frust und finanziellen Schaden in Kauf nehmen, auch aus ökologischer Sicht ist das völlig unverantwortlich“, sagt Els Bruggeman, Leiterin der Abteilung Politik und Durchsetzung bei Euroconsumers. „Diese neue Klage ist die neueste Front in unserem Kampf gegen geplante Obsoleszenz in Europa. Unsere Forderung ist einfach: Die amerikanischen Verbraucher wurden entschädigt, die europäischen Verbraucher wollen mit der gleichen Fairness und dem gleichen Respekt behandelt werden.“

Euroconsumers, die drei Klagen koordinieren, plant außerdem, in den kommenden Wochen eine Sammelklage in Portugal zu starten. Apple hat noch nicht auf die in Spanien und Belgien eingereichten Klagen reagiert.

Euroconsumers
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