Google hat Bezahlsystem für digitale Inhalte gestartet

Nur einen Tag nach Apple kündigte der US-Internetkonzern Google den Start eines neuen Bezahlsystems für digitale Inhalte an. Mit Google One Pass soll es für Medienunternehmen einfacher werden, Abos oder einzelne Artikel online an Kunden zu verkaufen. Erst am Dienstag dieser Woche hatte Apple seinen neuen Abo-Service vorgestellt, bei dem der Computerriese 30% Gebühren für Verkäufe über den iTunes-App-Store verlangt. Google will nur 10% einbehalten.

Erste Verlagspartner in Deutschland sind Axel Springer, die Tomorrow Focus AG mit Focus Online und Gruner+Jahr mit Stern.de. auch mit von der Partie sind Le Nouvel Observateur aus Frankreich, sowie die spanische Prisa-Gruppe und aus den USA Rust Communications. Springer will One Pass erstmals am Wochenende anbieten.

One Pass steht ab sofort für Verleger aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Spanien und den USA zur Verfügung. Der Service werde wahrscheinlich in den kommenden Monaten auf weitere Nationen ausgedehnt, so Lee Shirani, Leiter der Sparte Business Product Management bei Google.

Herausgeber können bei One Pass flexibel zwischen verschiedenen Bezahlmodellen wählen und entscheiden, welche Inhalte sie in Rechnung stellen und welche für User gebührenfrei sind.

Der Zugriff kann beispielshalber auf 30 Tage oder aber auf eine Woche beschränkt werden. Auch Tagespässe, Monatsabos oder Pakete sind erhältlich. Unterstützt wird One Pass von Googles Checkout.

Nutzer haben die Option ihre Bezüge zu verwalten und die Bezahlung von Inhalten verschiedener Anbieter über eine Plattform abzuwickeln.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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