Black Friday-Shopping-Tag in Zeiten von Corona: Neue Studie von Paysafe zeigt, dass Angst vor Betrug und Kaufabbrüche aktuell die größten Herausforderungen für den deutschen Online-Handel sind

Am 27. November ist Black Friday – doch wie sieht Online-Shopping in Zeiten von Corona aus? Die aktuelle, internationale „Lost in Transaction“-Studie von Paysafe, einer führenden spezialisierten Zahlungsplattform, zeigt zwei besonders große Herausforderungen für Kunden und deutsche Online-Händler und -Dienstleister: die wachsende Angst vor Betrug, und eine steigende Zahl von Kaufabbrüchen. Was sind die Gründe hierfür, und wie gehen Kunden und Händler damit um? Sie nutzen unter anderem verstärkt alternative Bezahlmethoden wie eCash.

Die Mehrzahl der deutschen Online-Händler und -Dienstleister (61 %) geben an, dass sich die Bezahlvorlieben ihrer Kunden seit Covid-19 verändert haben. Und der Hauptgrund dafür ist vor allem die Sicherheit: 63 % der deutschen Online-Händler und -Dienstleister denken, dass Verbraucher seit Covid-19 größere Angst vor Betrug haben, und 69 % sagen, dass Kunden verstärkt Bezahlmethoden nutzen, bei denen sie ihre Bankdaten nicht teilen müssen. Aber auch eine bessere Ausgabenkontrolle spielt für viele eine Rolle: 45 % der Händler nehmen an, dass Kunden neue Bezahlmethoden nutzen, um einen besseren Überblick über die Ausgaben zu haben.

Bedenken vor Betrug teilen Kunden und Händler dabei gleichermaßen: Für zwei Drittel (66%) der deutschen Online-Dienstleister ist in der aktuellen Situation mit Covid-19 eine der größten Sorge die Zunahme von betrügerischen Transaktionen – damit legen die deutschen Händler im internationalen Vergleich ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit. Aber es kommt noch eine weitere Herausforderung hinzu: Für mehr als die Hälfte der deutschen Händler und Dienstleister (59 %) ist es schwer, die richtige Balance zwischen verbesserten Sicherheitsvorkehrungen und einer dennoch angenehmen und praktischen Einkaufserfahrung zu bieten.

Angst vor Betrug – und die Hinwendung zu alternativen Bezahlmethoden

Für viele Kunden und Händler liegt laut Paysafe Studie der Ausweg aus diesem Dilemma in alternativen Bezahlmethoden: Neben Digital Wallets steht hier besonders auch eCash im Fokus: 32 % der  deutschen Online-Dienstleister haben bei eCash eine Zunahme in ihren prozentualen Verkaufszahlen bemerkt, und sie bieten diese Lösung dementsprechend auch häufiger an: Während 37 % der deutschen Online-Dienstleister bereits eCash-Lösungen anbieten, planen weitere 20 % diese Lösung innerhalb der nächsten zwei Jahren anzubieten. Der Vorteil dieser Bezahlart: Bei eCash- und Prepaid-Lösungen müssen Kunden ihre Bank- oder Kartendaten nicht angeben.

Das Problem der Kaufabbrüche nimmt während Covid-19 weiter zu –Zahlungsdienstleister sind auch hierbei gefragt

Die zweite drängende Herausforderung für Händler sind die steigenden Kaufabbrüche während der Covid-19-Pandemie: In der aktuellen Paysafe-Studie gibt mehr als die Hälfte (56 %) der deutschen Online-Dienstleister an, dass Kaufabbrüche ein Problem für sie darstellen – auch hier liegt Deutschland an der Spitze im internationalen Vergleich. Und dieses Problem wird in der aktuellen Situation noch größer: 54 % der deutschen Händler geben an, dass sich die Anzahl der abgebrochenen Transaktionen während Covid-19 weiter erhöht hat. Die Gründe hierfür sind vielfältig: 28 % der befragten Händler denken, dass sich Kunden oft ohne konkrete Kaufabsicht umsehen, dass ihre bevorzugte Bezahlmethode im Shop nicht angeboten wird (23 %) oder dass sie durch zu viele Informationen beim Bezahlvorgang verwirrt werden (20 %).

Um Händler bei diesem Problem zu unterstützen, sind auch die Zahlungsdienstleister gefragt: Während die befragten Online-Händler im Großen und Ganzen durchaus zufrieden mit ihren Partnern sind und etwa 72 % ihrem Bezahldienstleister vertrauen, dass er die Kundendaten sicher verwahrt, würden sich gleichzeitig 55 % generell mehr Unterstützung von ihrem Bezahldienstleister erwarten. Bei all diesen Herausforderungen gibt es aber auch eine gute Nachricht zum Schluss: Mehr als die Hälfte (54 %) der deutschen Online-Händler und Dienstleister geben an, dass ihr Umsatzvolumen während Covid-19 gestiegen ist.

Udo Müller, CEO von paysafecard, sagt: Für den Online-Handel und andere Online-Dienstleister sollte Sicherheit in der aktuellen Situation mit Covid-19 oberste Priorität haben. Sowohl Kunden wie auch Händler haben momentan Sorge vor Betrug, wie unsere aktuelle Studie von Paysafe zeigt. Auch die schon vor der Pandemie hohe Zahl an Kaufabbrüchen nimmt aktuell noch weiter zu. Sowohl Kunden wie auch Händler wenden sich deshalb verstärkt alternativen Bezahlmethoden wie eCash zu. Bei eCash müssen Verbraucher ihre Kontodaten nicht online angeben, und haben gleichzeitig eine bessere Übersicht über ihre Ausgaben. In der aktuellen Situation sind aber auch die Bezahlungsdienstleister gefragt, ihren Partner im Handel und Online-Services mit sicheren Lösungen und umfassender Beratung zur Seite zu stehen.“

Über die Studie

Die aktuelle internationale Studie „Lost in Transaction” hat den Fokus auf kleine und mittlere Online-Unternehmen und -Dienstleister und wurde von Paysafe und Sapio Research im September 2020 durchgeführt. Es wurden insgesamt 1124 Online-Dienstleister aus verschiedenen Branchen in Deutschland, Österreich, den USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Bulgarien zu den konkreten Auswirkungen von Covid-19 auf ihr Geschäft und die Beziehungen zu ihren Kunden befragt. Diese aktuelle Ausgabe von „Lost in Transaction“ mit Geschäftsfokus folgt einer internationalen Studie von Paysafe von April 2020, in der Verbraucher nach den Auswirkungen von Covid-19 befragt wurden.

Paysafe Group
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