Black Friday & Cyber Monday: Welche Produkte sind Verkaufsschlager?

Der Onlinehandel macht sich bereit für den großen Ansturm! Ende November wartet der Black Friday und der Cyber Monday mit atemberaubenden Schnäppchen auf, die Kunden in Begeisterung versetzen werden. Aber sind wirklich alle Angebote so vielversprechend? Ein Blick auf die beliebtesten Warengruppen gibt Aufschluss, auf was sich Händler wirklich fokussieren sollten.

Promotions und Sonderangebote sind ein wichtiges Tool für die erfolgreiche Vermarktung von Produkten. Ein gutes Verkaufsargument und effektive Werbung allein reichen in Zeiten vielfältiger Methoden nicht aus. Kunden möchten das Produkt oder die Dienstleistung erleben und angefüttert werden, bevor sie sich langfristig entscheiden. Streaminganbieter wie Netflix locken mit Freimonaten, in denen Filme und Serien zunächst kostenlos angeschaut werden können. Online Casinos machen hingegen mit Bonusangeboten und schnellen Auszahlungen der Gewinne auf sich aufmerksam. Das Vergleichsportal casinos.de hat eine Auswahl an online Casinos zusammengestellt, die die Möglichkeit bieten, ohne Bindung zahlreiche Casinospiele und Slotmaschinen auszutesten. Solche Angebote überzeugen viele Besucher.

Ebenfalls hat sich der Lebensmittelhandel auf diesen Weg begeben und bietet zeitlich begrenzte Testangebote für den Lieferservice frischer und regionaler Produkte. Zum Jahreswechsel sehen Fitnessstudios ihre Zeit gekommen und bieten mit Promotions Anreize, den Winterspeck kostengünstig abzutrainieren.

Der Einzelhandel steht dieser Entwicklung in nichts nach und setzt dabei auf etablierte Tage und Zeiträume. Wer als Onlinehändler dabei ausschließlich an Weihnachten, Ostern und den Valentinstag denkt, verpasst zwei der umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr: Der Black Friday und Cyber Monday zählen zu den vielversprechendsten Aktionstagen kurz vor Weihnachten. Mittlerweile hat sich der besondere Freitag zu einem echten Highlight unter den zehn größten Shopping-Events im Jahr entwickelt.

Der Ursprung geht zurück auf den großen Börsencrashs in Amerika am 29. Oktober 1929. An diesem Tag sorgte ein gewaltiger Absturz der Kurswerte für ein wirtschaftliches Tief. Daran angelehnt, dass die Preise fallen und großzügige Rabatte gewährt werden, erfanden findige Marketingleute den Black Friday. In Amerika ist der Tag, der auf den Brückentag vor Thanksgiving fällt, eine lange Tradition. In Deutschland wird er erst seit den frühen 2000er-Jahren zelebriert. Als eine Art Verlängerung wurde der folgende Cyber Monday ins Leben gerufen, der sich vorrangig auf den Onlinehandel beschränkt. Im Zuge der digitalen Möglichkeiten und dem Anstieg des Kaufvolumens werden die beiden Tage als einheitliches Shoppingwochenende betrachtet. Die Marketingrelevanz des Black Fridays ist nicht zu unterschätzen!

©Karolina Grabowska von Pexels 2020

Was funktioniert bei den Kunden?

Mit saftigen Rabatten und einmaligen Angeboten, die von Kunden genau geprüft werden, bereiten sich Onlinehändler aktuell auf den bevorstehenden Ansturm am 27. November vor. In der Regel senken Anbieter ihre Preise auf das gesamte Sortiment. Doch nicht alle Warengruppen finden reißenden Absatz bei den Kunden. Eine 2019 veröffentlichte Studie von Statista zeigt an, was als echter Verkaufsschlager und als echter Flop zu bewerten ist. Die Umfrage, die unter Kunden durchgeführt wurde, zeigt dabei ein klares Bild: Artikel aus dem Bereich Mode & Accessoires sind der Spitzenreiter am Black Friday. Bis zu 40,27 Prozent legen Produkte dieser Kategorie in den Warenkorb. Dabei kann es sich um Schmuck, neue Kleidung oder Sonnenbrillen handeln. Auf Platz 2 rangieren Artikel aus dem Drogerie-Segment. Körperpflege und Kosmetik werden von 32,72 Prozent gewählt. Den 3. Rang belegt überraschenderweise die Haushaltselektronik. Mixer, Toaster und Blender erfreuen sich bei den Deutschen größter Beliebtheit.

Überraschendes Schlusslicht

Obwohl sich die beiden verkaufsstarken Tage vornehmlich online abspielen, sind technische Geräte auf den letzten Plätzen der beliebtesten Warengruppen zu finden. Auf den hinteren Rängen sind Tablets und Smartphones (15,33 Prozent) sowie Fernseher und Hi-Fi-Anlagen (15,56 Prozent) zu finden. Konsolen und dazugehörige Games bilden mit nur 15,1 Prozent das Schlusslicht in der Auflistung. Es verwundert, dass sich die Produkte für eine junge, digital-affine Zielgruppe nicht auf den vorderen Rängen befinden. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass sich digitale Produkte ganzjährig mit diversen Rabatten präsentieren und somit nur einen bedingten Anreiz liefern. Im Gegensatz dazu werden Modeartikel noch verstärkt im Einzelhandel gekauft. Die Verlagerung auf den Onlinehandel ist somit auf den Black Friday ausgerichtet bei der Zielgruppe.

©Andrea Piacquadio, Pexels.com 2020

Für Betreiber von Onlineshops sollte diese Studie ein Gefühl dafür geben, welche Waren in den Vordergrund gerückt werden sollten und welche mit Zurückhaltung angeboten werden können. Somit lässt sich der beste Gewinn erzielen trotz starker Rabatte. Neben prall gefüllten Lagern, sollte jedoch auch der technische Aspekt nicht außer Acht gelassen werden: Der Ansturm auf die Onlineshops führt nicht selten zu Serverabstürzen und langen Ladezeiten. Ein Aufstocken der Kapazitäten ist zu bedenken. Noch bleiben einige Tage Zeit, um den Kunden einen entspannten Streifzug durch den Onlineshop vorzubereiten. Diese Zeit sollte genutzt werden, um das Weihnachtsgeschäft mit einem guten Ergebnis anzukurbeln. Denn mit Ende des Cyber Mondays beginnt die kaufstarke Saison erst und stimmt auf einen Monat mit (hoffentlich) schwarzen Zahlen ein.

Frank
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