Neuer EU-Bericht zeigt Einfluss der sozialen Medien auf politisches Verhalten und Demokratien

Welchen Einfluss soziale Medien auf politische Meinungen und auf die Grundlagen demokratischer Gesellschaften haben, zeigt ein Bericht, den die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der EU-Kommission heute (Dienstag) veröffentlicht hat. „Die Sozialen Medien sind wertvolle Instrumente, die uns helfen, miteinander in Verbindung zu treten und uns in unseren Demokratien zu engagieren. Sie werden aber auch dazu benutzt, polarisierende Botschaften und irreführende Informationen zu verbreiten, was unsere Fähigkeit, fundierte politische Entscheidungen zu treffen, beeinträchtigen kann“, sagte Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

„Dieser neue Bericht charakterisiert diese Herausforderungen und liefert solide Beweise, die uns helfen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine partizipatorische, demokratische Zukunft zum Wohle aller europäischen Bürger zu sichern“, so die Kommissarin weiter.

Der Bericht zeigt, dass fast 48 Prozent der Europäer soziale Medien im Alltag nutzen und politisch online interagieren. Diese Plattformen unterliegen einer eingeschränkten öffentlichen Aufsicht und demokratischen Kontrolle, was einen enormen Einfluss auf die Gesellschaften haben kann.

Dies zeigt den Druck, der aufgrund des Einflusses der sozialen Medien und ihrer Auswirkungen auf politische Meinungen und unser Verhalten auf die Grundlagen demokratischer Gesellschaften ausgeübt wird. Nutzer wissen oft nicht, wie die von ihnen bereitgestellten Daten verwendet werden. Algorithmen, die die Informationen auswählen, die die Benutzer online sehen, sind oft undurchsichtig und wenig verständlich.

Die Studie steht im Vorfeld mehrerer Initiativen, die von der Kommission angekündigt wurden und sich mit Fragen im Zusammenhang mit sozialen Medien befassen.

Hier geht es zum Bericht der EU-Kommission.


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