Vorläufige Ergebnisse: Deutsche Post DHL Group verzeichnet starke Geschäftsentwicklung in Q3 und erhöht Ergebnisprognose für 2020

Deutsche Post DHL Group hat heute vorläufige Konzern-Ergebnisse für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Auf dieser Basis hat das Unternehmen seine Prognose für 2020 angehoben.

Die zum Ende des zweiten Quartals erreichte positive Dynamik konnte der Konzern im dritten Quartal fortsetzen. Im September, typischerweise ein wichtiger Monat nach dem Sommer, lagen die Sendungsmengen weiterhin auf einem hohen Niveau.

Das vorläufige Konzern-EBIT konnte im dritten Quartal auf rd. 1,37 Milliarden Euro gesteigert werden (2019: 942 Millionen Euro). Darin enthalten sind Sondereffekte aus der einmaligen Bonuszahlung von 300 Euro für jeden Beschäftigen des Konzerns (rd. -170 Millionen Euro) sowie einer Einmalzahlung an Mitarbeiter des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland, die im Rahmen der kürzlich beendeten Tarifverhandlungen in Deutschland beschlossen wurden (rd. -45 Millionen Euro).

“Unser Geschäft hat sich im dritten Quartal sehr gut entwickelt. Dank des außergewöhnlichen Einsatzes unserer 550.000 Mitarbeiter weltweit konnten wir von dem dynamischen Wachstum im E-Commerce in unseren Geschäften profitieren”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. “Wir konzentrieren uns jetzt voll und ganz auf die Vorbereitungen für ein außergewöhnlich starkes Weihnachtsgeschäft. Dabei stehen weiterhin die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die Servicequalität für unsere Kunden an erster Stelle.”

Q3: Positive Entwicklung der Unternehmensbereiche und des Cashflow

Das EBIT von Post & Paket Deutschland stieg im dritten Quartal auf rd. 320 Millionen Euro (2019: 304 Millionen Euro) – trotz Effekten aus den Einmalzahlungen von insgesamt -95 Millionen Euro. Die Division Express steigerte das EBIT im dritten Quartal auf rd. 750 Millionen Euro (2019: 454 Millionen Euro) – getrieben von einer starken Entwicklung der zeitgenauen Sendungsvolumen. Das operative Ergebnis von Global Forwarding, Freight betrug rd. 155 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 124 Millionen Euro. Die Ergebnisentwicklung im Unternehmensbereich Supply Chain erholte sich auf Basis wieder ansteigender Kundenaktivitäten: Das EBIT im dritten Quartal betrug rd. 110 Millionen Euro (2019: 162 Millionen Euro). DHL eCommerce Solutions verzeichnete einen erneuten EBIT-Anstieg auf rd. 75 Millionen Euro, deutlich oberhalb des Vorjahres (2019: 6 Millionen Euro). Dabei profitierte die Division von starken Volumenzuwächsen im B2C Geschäft in ausgewählten Märkten. Corporate Functions erreichte ein Ergebnis von rd. -40 Millionen Euro.

Die insgesamt positive Geschäftsentwicklung wird durch die anhaltend starke Entwicklung des Cashflow unterstrichen; im dritten Quartal konnte der Konzern den Free Cashflow auf mehr als 1,0 Milliarden Euro steigern (2019: 507 Millionen Euro). Insgesamt ergibt sich hiermit ein positiver Free Cashflow von mehr als 1,2 Milliarden Euro für die ersten neun Monate in 2020.

Prognose für EBIT und Free Cashflow in 2020 angehoben

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ergebnisdynamik hat das Management beschlossen, den Ausblick für das Gesamtjahr 2020 wie folgt anzupassen:

Das berichtete Konzern-EBIT wird zwischen 4,1 Milliarden Euro und 4,4 Milliarden Euro erwartet. (zuvor: 3,5 Milliarden Euro – 3,8 Milliarden Euro). Für das Jahresende geht der Konzern von einem durch den dynamischen Online-Handel getriebenen sehr starken Weihnachtsgeschäft aus. Dafür will das Unternehmen alle notwendigen Ressourcen sichern, die für die Aufrechterhaltung eines qualitativ hochwertigen Serviceniveaus erforderlich sind. Die Zielerreichung am oberen Ende der Prognose ist im Wesentlichen davon abhängig, ob die Volumenentwicklung eine effiziente Auslastung der Netzwerke erlaubt.

Der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland soll unverändert ein EBIT von rd. 1,5 Milliarden Euro beitragen. Für die DHL-Divisionen prognostiziert Deutsche Post DHL Group nun ein EBIT zwischen 3,3 Milliarden Euro und 3,6 Milliarden Euro (zuvor: 2,8 Milliarden Euro – 3,1 Milliarden Euro). Für Corporate Functions wird ein Ergebnis von rd. -700 Millionen Euro prognostiziert (zuvor: rd. -750 Millionen Euro). Darin enthalten sind rund 350 Millionen Euro der bereits kommunizierten und unverändert gültigen Aufwendungen in Höhe von rund 400 Millionen Euro für die Neuausrichtung der StreetScooter Aktivitäten. Der ausstehende Betrag in Höhe von rund 50 Millionen Euro wird nun in 2021 anfallen.

Für das Gesamtjahr wird bei unveränderten Brutto-Investitionen von insgesamt rd. 2,9 Milliarden Euro jetzt ein höherer Free Cashflow von mehr als 1,8 Milliarden Euro erwartet (zuvor: rd. 1,4 Milliarden Euro). Hierin inkludiert sind neben allen bereits erwähnten Sondereffekten auch rd. 300 Millionen Euro für das 777-Erneuerungsprogramm der Express Interkontinentalflotte.

Die vollumfängliche Berichterstattung für das dritte Quartal wird wie geplant am 10. November 2020 veröffentlicht werden.


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