Die Würfel sind gefallen: Diese Änderungen hält das Wettgesetz 2020 bereit

Lange hat es gedauert, doch inzwischen haben sich die Bundesländer auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt. Daraus geht hervor, dass Online-Casinos bald legalisiert werden sollen – unter strengen Auflagen, die von Seiten der Bankinstitute zum Teil bereits jetzt umgesetzt werden.

Nicht nur in Zeiten von Corona kommt es zu Änderungen von Rechtsverordnungen. Reglungen für einen geordneten Markt im Sportwetten- und Online-Casino-Sektor waren in Deutschland lange Zeit reines Wunschdenken. Während sich das Bundesland Schleswig-Holstein einst eine Sonderstellung erkämpft hatte (dort dürfen offizielle Lizenzen an Casinos mit Echtgeld vergeben werden), gilt das Glücksspiel in den anderen Bundesländern nicht als legal. Allerdings hinderte dies die Anbieter aus dem Ausland bis dato nicht daran, es sich auf dem deutschen Markt gemütlich zu machen. Viele dieser Unternehmen haben ihren Sitz auf Malta oder Gibraltar, da Glücksspiel hierzulande verboten ist. Dies führte dazu, dass sich der eine oder andere Spieler in den vergangenen Jahren sein via PayPal eingezahltes und verlorenes Geld zurückholte (Chargeback) – mit dem Verweis auf das Glücksspiel-Verbot in Deutschland. Die Anbieter hüteten sich bisher davor, vor Gericht zu gehen. Aus Sorge vor einem eventuellen Präzedenzurteil mit negativem Ausgang nahmen die Verantwortlichen diese im Verhältnis kleinen Einbußen in Kauf. Kein Wunder, schließlich boomt die Glücksspiel-Branche wie noch nie. Im TV werden die Zuschauer mit Werbung überhäuft, gefühlt täglich erscheint ein neues Online-Casino mit vermeintlich attraktiven Bonus-Angeboten auf dem Markt.

So paradox es klingen mag: Legalisierung ist ein Schritt nach vorne

Unter diesem Trend litt zuletzt allerdings zunehmend die Übersichtlichkeit – und die Gefahr eines Anstiegs von Spielsüchtigen wuchs ins Unermessliche. Daher wurden 2020 bereits Maßnahmen umgesetzt, die dieses Internet-Angebot der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten nun einschränken soll. Und so paradox es auch klingen mag: Der wichtigste Schritt besteht darin, bisher illegale Glücksspiele im Netz zu erlauben. Das geht aus einem neuen Staatsvertrag hervor, auf den sich die Bundesländer nach kräftezehrenden Verhandlungen zumindest geeinigt haben. Die Reform des deutschen Glücksspielmarktes ist im Grundsatz beschlossene Sache – und diese hat es in sich.

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Einzahlungen auf 1.000 Euro pro Monat limitiert

Grundsätzlich hat der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag noch bis Sommer 2021 Gültigkeit. Ab dann sollen Online Casinos legalisiert und Sportwetten im Internet ausgeweitet werden. Allerdings werden hierfür Auflagen geschaffen, mit denen einige Kunden bereits in diesem Jahr in Berührung kommen werden. Der eine oder andere Online-“Zocker“ dürfte von seiner Bank bereits eine E-Mail erhalten haben, in dem ihm mitgeteilt wird, dass der Gesetzgeber forciert, Internet-Glücksspiele auf 1.000 Euro pro Monat zu beschränken. Die meisten Bankinstitute werden ab März ein Limit in dieser Höhe einführen. Zahlungen an Internet-Casinos, die über dieses vierstellige Limit hinausgehen, werden seitens der Bank dann abgelehnt. Der Gedanke dahinter liegt auf der Hand: Die Spieler sollen vor den finanziellen Spielsucht-Folgen besser geschützt werden. Etwaige Gewinne werden allerdings nicht auf das Limit angerechnet, haben also keinen Einfluss auf das Einzahlungslimit. Auch in Sachen Sportwetten stehen Veränderungen an. Klassische „Über/Unter“-Wetten oder Spezial-Wetten à la „Wann fällt das X. Tor für das Team X?“ sollen bald der Vergangenheit angehören.

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Vergleichsportale helfen bei der Wahl

Aus Sicht der großen Wettanbieter klingen diese Einschränkungen zunächst schlimmer als sie eigentlich sind. Zwar werden die Einsatzlimits auf der einen Seite dazu führen, dass die Kassen nicht ganz so schnell gefüllt werden. Auf der anderen Seite stärken die Maßnahmen jedoch die Position der Platzhirsche wie „Betway“ oder „Tipico“, da die vielen kleinen Anbieter der detaillierten Erfassung sämtlicher getätigter Wetten nicht nachkommen können. Wie bereits erwähnt, ist die Anzahl der Online Casinos in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Umso bewusster sollten Interessierte mit den diversen Angeboten umgehen und nicht vorschnell handeln. Wer in einem Online Casino die bunte Auswahl an Slot-Spielen austesten möchte, kann dies tun, sollte sich im Vorfeld allerdings genau informieren, mit welchem Anbieter er es zu tun hat. Vergleichsportale können bei der Wahl helfend zur Seite stehen, da sie über die Seriosität, die Bonus-Angebote, Automaten-Angebot und Co. Aufschluss geben. Ganz entscheidend bei der Auswahl eines Onlines Casinos ist die Zahlungsmethode. Wer beispielsweise das Online Bezahlverfahren Giropay favorisiert, bekommt auf den Vergleichsseiten alle Giropay Casinos präsentiert. Giropay ist eines der beliebtesten Zahlungsmethoden im Internet. Die Vorteile liegen auf der Hand: zum einen steckt die Sparkasse dahinter, was Vertrauen weckt. Zum anderen sind Giropay Casinos sicher und nutzen die altbewährte Zahlungsmethode des Online Bankings. Sicherheit geht vor, vor allem beim Limit, das sich – trotz der anstehenden staatlichen „Unterstützung“ – jeder zunächst selbst setzen muss. Eine Garantie zur Verhinderung einer Spielsucht bietet der neue Glücksspielvertrag nicht, da echte „Zocker“ als sehr erfinderisch gelten und die Eröffnung weiterer Konten alles andere als ausgeschlossen ist.


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