Drei Arten von Online-Shops

Der Handel im Netz floriert – und durch die weltweite Pandemie mit Corona ist er sicher nicht weniger geworden. Egal ob der klassische Online-Shop, Dropshipping oder lediglich der Vermittler: es gibt haufenweise Konstrukte, wie der so beliebte und teils auch sehr lukrative Handel über Plattformen im Netz stattfinden kann.

Welche, werden Dir heute präsentiert. Wieso? Damit Du jeweils weißt, womit Du es zu tun hast.

  1. Der reine Online-Shop

Wir starten mit etwas sehr klassischem, vielleicht der Vorreiter für alle anderen Varianten: der reine Online-Shop. Dieser präsentiert sich manchmal modern, manchmal mal eher altmodisch und kann für eigentlich jede Branche aufgebaut werden.
Die Vorteile? Der Online-Shop ist für den User zu jeder Zeit erreichbar, kann also immer mit Ware dienen. Und dabei ist es egal, ob es jetzt Sonntag Abend oder Dienstag Nachmittag ist. Der Online-Shop passt sozusagen in den Alltag eines jeden. Völlig irrelevant, ob man nun auf dem Bau,  in der Familienbäckerei oder dem monströsen Bank-Headquater in Frankfurt am Main arbeitet.
Man braucht ja schließlich nur einen Internetzugang.
Auch eine tolle Sache: die Logistik – und das sowohl auf User-Seite, als auch auf der Seite der Verkäufer.
Für den Käufer bietet sich mit einem Online-Shop die Möglichkeit, bequem von zu Hause alle Pakete zu kaufen UND zu empfangen. Es ist nicht mehr nötig, auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Es braucht kein Bargeld mehr, keine Geldbörse, kein Transportmittel. Einfach nur ein Endgerät mit Internetzugang und einen Router, der das Internet zur Verfügung stellt.
Des Weiteren kann das Shopping auch unterwegs in der Bahn oder – als Beifahrer natürlich – während des Fahrens mit einem Auto gemacht werden.
Die Lieferzeiten dafür sind ja mittlerweile sowieso lächerlich gering, sodass es praktisch keinen Unterschied mehr macht, ob man das Produkt jetzt vor Ort, im Laden oder Online im Online-Shop kauft. Für den Konsumenten jedenfalls. Und das Ganze gibt es ja mittlerweile auch in jeder Branche.
Sogar frische Lebensmittel, Getränke und Medikamente können bequem nach Hause bestellt werden, ohne dass der Großmutter zum Beispiel von der Enkelin mal wieder geholfen werden muss. Auch wenn die es natürlich gerne machen würde.
Einfach mit großem Tablet bestellt und schon stehen Getränke, Lebensmittel und Medikamente in den Händen eines Lieferanten vor der Tür. Das geht natürlich nur bei Technik affinen Großmüttern.

Logistisch sehr nett ist es auch für den Verkäufer selbst. Denn so etwas wie Einrichtung für den Verkaufsraum oder gar Verkaufsraum selbst ist gar nicht nötig!
Und wie erreichen die Costumer dann den Online-Shop ihres Vertrauens? Na ganz normal über Werbung – nur eben über rein digitale.
So kann die Website zum Beispiel mit Backlinks ein sehr viel besseres Ranking in Google erreichen oder via Google Adwords auf sich aufmerksam machen.
Auch möglich ist es, über Kanäle in Social Media auf sich aufmerksam zu machen. Oft sogar ohne große Kosten, da schon das im Prinzip kostenlose Bespielen eines Instagram- oder Facebook-Accounts hohe Reichweite schaffen kann.

  1. Dropshipping

Eigentlich ist es lediglich eine etwas abgewandelte Art des reinen Online-Shops. Der Betreiber hat weder Ladenfläche, noch großartige Kosten für Logistik.
Und der Verkäufer kann ebenso leicht auf den Shop zugreifen.
Der Unterschied: Hier „fehlt“ nicht nur der Laden und somit ein physischer Shop, hier fehlt auch ein Lager. Und das spart natürlich wieder Kosten.
Doch hierbei sollte man sehr vorsichtig sein und erst einmal Tipps zum Thema kennen.
Denn dabei kann viel schiefgehen. Und das sogar juristisch.
Doch zunächst: was ist Dropshipping überhaupt?
Dropshipping ist eigentlich schnell erklärt.
Man stelle sich einen Shop vor, der T-Shirts verkauft. In einem klassischen Online-Shop würden diese T-Shirts jetzt in einem Lager darauf warten gekauft, frankiert und versendet zu werden.
Bei einem Online-Shop, der das Prinzip des Dropshippings anwendet aber, gibt es ein solches Lager nicht. Der Verkäufer bestellt das T-Shirt selbst erst bei Bestellung durch den Endkunden.
Klingt eigentlich ziemlich lukrativ für den Verkäufer.
Problem: Oft stehen nach kurzer Zeit Betrugsvorwürfe im Raum, da irgendetwas bei der Bestellung des Verkäufers nicht zu 100% funktioniert oder aus Versehen falsche Angaben gemacht wurden.
Also Augen auf!

  1. Die Vermittler

Die dritte Art der Online-Shops sind Vermittler-Shops.
Diese bieten keine eigenen Produkte an und betreiben auch kein Dropshipping – sprich die Produktion nach Bestellung – sondern vermitteln lediglich zwischen Endkunden und Verkäufern. Prominentes Beispiel: Amazon. Amazon hat als einer der größten Konzerne zwar mittlerweile auch eigene Produkte, das Kerngeschäft sieht oder sah allerdings anders aus.
Andere Anbieter konnten und können ihre Produkte bei Amazon einstellen und so ein deutlich größeres Publikum erreichen als über den eigenen, „privaten“ Online-Shop.
Und je größer diese vermittelnden Shops sind, desto attraktiver sind sie auch für Verkäufer.
Dieses Konzept ist nicht das Konzept mit der größten Rendite – zunächst. Kommen aber sehr viele Verkäufer dazu, sind die Provisionen, die die Verkäufer logischerweise an die Vermittler-Shops abgeben müssen, durch die Masse so hoch, dass daraus ein Imperium entstehen kann.

Allgemein gilt: Man sollte sich gut überlegen welche Art des Online-Shops man betreiben möchte. Denn wer sich verschätzt, kann entweder juristisch oder zumindest finanziell große Probleme bekommen.


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