eBay CEO John Donahoe zu den Fragen der Wall Street Analysten

Wie auch nach dem vergangenen Quartal stand eBay CEO John Donahoe nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen den John Donahoe zu den Fragen der Wall Street Analystenanwesenden Wall Street Analysten Rede und Antwort.

Bezugnehmend auf den amerikanischen Online-Marktplatz eBay erklärte er, dass der „Net Promoter Score (NPS)“ das sechste Quartal in Folge immer besser wurde und sich die allgemeine Käufer-Zufriedenheit hinsichtlich der Sicherheit verbessert hat, was die Auswertungen des Net Promoter Scores ergeben hätten. Zudem sei die Möglichkeit, die Datenbank zu durchsuchen, optimiert worden.

Trotzdem sei er mit der Performance in den USA noch nicht zufrieden. Der US-amerikanische Marktplatz hinke immer noch hinterher. Der Bruttohandelsumsatz sei noch nicht auf dem Stand des Marktes. „Doch ich glaube wir sind auch hier auf dem richtigen Weg. Wir werden nun damit beginnen, die vertikale Kauferfahrung und andere suchrelevante Aktivitäten in Gang zu bringen, was die Lücke zwischen unserem Wachstum und dem E-Commerce schließen soll“.

Von den Analysten wurde Donahoe im Speziellen zum Turnaround auf den Marktplätzen befragt. Er antwortete, dass im Jahr 2010 der weltweite Umsatz der Marktplätze um 9% (auf einer neutralen Fremdwährungs-Basis) angestiegen sei, dass GMV, der Bruttohandelsumsatz um 11%. „Das ist grob im Rahmen mit den Märkten an denen eBay teilhat“.

Insgesamt blickt John Donahoe zuversichtlich und optimistisch in das Jahr 2011 und das Ziel eBays sei es, so schnell oder schneller als der Markt anzuwachsen.

Auf dem Markt seien Veränderungen und Trends sichtbar, die die grundlegende Attraktivität von eBays Absatzmarkt steigerten und dem Unternehmen Vorteile zuspielten: Im Besonderen sei dies der M-Commerce der die Grenze zwischen offline und online verwische. „Wir sagen unseren Händlern, dass wir nicht mit ihnen in Konkurrenz treten wollen. Das scheinen Sorgen einiger Großhändler zu sein, die über den Amazon.com Marktplatz ihre Waren anbieten, wo sie mit Amazons eigenen Angeboten konkurrieren müssen.“

Wie immer kam auch diesmal wieder die Frage eines Analysten auf, der von Donahoe wissen wollte, ob es noch Synergien zwischen PayPal und eBay gibt und ob die beiden Unternehmen zusammenbleiben werden. „Ja es gibt sie die Synergien: Eine ist eBays Bilanz, die es möglich macht, Akquisitionen durchzuführen und in PayPal zu investieren. Die andere seien die geteilten Bemühungen hinsichtlich des M-Commerce und der mobilen Bezahlmethoden. Gerade noch hat eBay [die führende Entwicklerfirma] Critical Path gekauft, die für beide Einheiten hilfreich ist.“ Auch im Kleinen funktionierten die Synergien: Wenn eBay an Retailer herantritt, kann eBay ihnen Mehrkanal– und Bezahlpotential bieten und verstärkt sprechen wir jetzt auch immer wieder davon, unsere gesamte Commerce-Plattform zu öffnen, fährt der eBay CEO fort.

Der PayPal Mobile Express Checkout, der im vergangenen Jahr startete, war auch Thema: Händler, die Mobile Express Checkout anbieten, geben ihren Kunden die Möglichkeit einer einfachen Bezahloption, wenn das Kundengeschäft von einem iPhone oder Android-Gerät aus getätigt wurde. Somit haben die Händler wieder eine Option mehr, ihre Transaktionen zu erhöhen und die Kunden müssen ihre Kreditkarten nicht direkt zücken. [In einem Gespräch mit Walter Mossberg erklärte Donahoe einmal: „PayPal soll die digitale Brieftasche der Zukunft sein. Kreditkarten kann man verlieren – PayPal nicht!“]

PayPal kann aber den Großhändlern nicht nur eine bewegliche Zahlungsfähigkeit anbieten, PayPal bietet auch die Option den Bezahldienst zu nutzen um Gutscheine und Angebote zu offerieren. PayPal ist demnach nicht nur ein Zahlungsmechanismus zum Zeitpunkt des Verkaufs, sondern ein Nachfrage-Generator und ein Belohnsystem für Kundentreue.

In jedem Fall arbeite eBay an einigen „sehr interessanten Dingen“ mit sehr großen Retailern. Darunter seien Dinge, an die man vor einem Jahr noch gar nicht habe denken können.

Ein anderer Punkt war das eBay Bucks Programm, das in den Augen Donahoes nicht dazu dient neue Kunden zu gewinnen, sondern ein Element des eBay Marketing-Mixes sei.

eBay CEO John Donahoe zu den Fragen der Wall Street Analysten was last modified: by

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: eBay, Mobile Commerce

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