PayPal reagiert auf den ZDF-Beitrag zu eingefrorenen Konten

Am gestrigen Donnderstag war im ZDF im Rahmen der ZDF Reporter ein Beitrag über PayPal zu sehen. In diesem Beitrag ging es auch um eingefrorene Kunden-Konten, speziell um den Fall der eingefrorenen Konten von S&S Sicht- und Sonnenschutz Vertrieb. Hierzu äußert sich PayPal wie folgt:

Über 600 Anträge auf Käuferschutz lagen PayPal bis Ende September zum Lübecker Onlinehändler S&S Sicht- und Sonnenschutz Vertrieb vor. Als Konsequenz dieser seit Frühsommer stetig ansteigenden Beschwerderate hatte sich PayPal zunächst im Juni zu einer Limitierung des PayPal-Kontos entschlossen, um die steigende Zahl der Käuferschutzansprüche erfüllen zu können. Im September wurde das Geschäftsverhältnis seitens PayPal beendet. Das Magazin ZDF.reporter berichtete aktuell über den Fall.

Der PayPal Käuferschutz deckt Regressforderungen von Kunden im Fall von Nichtlieferung der bezahlten Ware oder erheblicher Abweichung des Artikels von der Produktbeschreibung ab.  Der Onlineshop hatte über seine Plattform rolloworld.de seit einiger Zeit von seinen Kunden Warenbestellungen erhalten, Gelder für die Ware auf das PayPal Konto der Firma transferiert bekommen, aber dafür keine Ware an seine Kunden verschickt. Durch diesen Umstand häuften sich die Anträge auf Käuferschutz gegen das Unternehmen. Am 23. Juli 2010 lag die Beschwerderate bei über 37 Prozent, sprich mehr als jeder dritte Kunde hatte gezahlt ohne eine Gegenleistung dafür erhalten zu haben.

Geprellte Shopper äußerten sich in Internetforen oder auch wie Rainer Pechmann gegenüber PayPal zu ihren Erfahrungen mit dem Lübecker Unternehmen: „Eine absolute Frechheit. So etwas stößt mir nicht noch einmal zu.“

Der Vorwurf des Geschäftsführers von S&S Sicht- und Sonnenschutz Vertrieb, Markus Gieseler, PayPal habe durch die Limitierung des Kontos zum Scheitern des Unternehmens geführt, weist PayPal entschieden von sich. Die Daten zur finanziellen Situation des Onlinehändlers sprechen bereits vor der Limitierung des PayPal Kontos eine eindeutige Sprache.

„Obwohl wir natürlich immer den individuellen Fall betrachten, steht für uns die positive Erfahrung beim Online Shopping und die Sicherheit jedes einzelnen unserer Kunden im Vordergrund. Im Zuge dessen sind wir verpflichtet, mitunter Maßnahmen zu ergreifen, wenn Kunden oder Händler sich unlauter verhalten, wie im Fall des Lübecker Onlinehändlers“, so Inken Tietz, Pressesprecherin der PayPal Deutschland GmbH.

Update 07.12.2010: Nun hat auch NDR Markt über den “Fall Rolloworld vs PayPal” berichtet.


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