Versicherungen für Sport und Hobby

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Das Versicherungsangebot in Deutschland ist riesig. Während einige Verbraucher dazu tendieren, sich überzuversichern, besitzen andere nicht einmal die vermeintlich nötigsten Versicherungen. Für welche Versicherungen man sich individuell entscheidet und welche nicht notwendig sind, muss jeder für sich entscheiden.

Es ist jedoch so, dass der Freizeittrend der Deutschen sich mittlerweile in die Richtung der aktiven Beschäftigung entwickelt. Da jede Art von Sport grundsätzlich Verletzungsrisiken birgt, sollten die Betroffenen sicherstellen, ausreichend versichert zu sein. Insbesondere aus dem Grund, da Krankenkassen im Falle eines Unfalls ausschließlich die Behandlungskosten übernehmen.

Freizeitunfälle – Kein Fall für die gesetzliche Unfallversicherung

Wer in seiner Freizeit einen Unfall verursacht und eine Haftpflichtversicherung besitzt, hat in der Regel nichts zu befürchten. Grundsätzlich greift eine Haftpflichtversicherung dann, wenn ein Schaden verursacht wird. Durch sie werden nicht nur Sach-, sondern auch Personenschäden abgedeckt. Daher ist sie nicht nur für normale Verbraucher unverzichtbar. Insbesondere Freizeitsportler sollten auf eine Haftpflichtversicherung setzen.

Im Bereich der Haftpflichtversicherungen gibt es unterschiedliche Policen, die je nach Sportart für den Verbraucher interessant und durchaus relevant sein können. Beim Skifahren sollte beispielsweise darauf geachtet werden, dass grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die Haftpflichtversicherung fällige Zahlungen verweigert. Auch beim Segeln und bei Sportarten, die tendenziell Personenschäden verursachen können, gibt es spezielle Policen für Verbraucher.

Versichert über den Sportverein?

Wer Teil des aktiven Lebens im Sportverein ist, sollte erfragen, ob er während der Teilnahme an Angeboten über den Verein versichert ist, falls ein Unfall passieren sollte. Die meisten Vereine sorgen für eine ausreichende Versicherung ihrer Mitglieder. Hierunter fällt nicht nur die Haftpflichtversicherung. Auch Unfälle und der Rechtsschutz sind in der Regel über den Verein abgesichert.

Spezielle Versicherungen für Taucher

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Wer das Tauchen als Hobby verfolgt, sollte unbedingt darauf achten, ausreichend versichert zu sein. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man zu den Tauchern gehört, die regelmäßig das Abenteuer unter Wasser suchen, oder ob es nur einmal alle paar Jahre ist. Denn obwohl die meisten Unfälle statistisch gesehen zuhause passieren, können Unfälle unter Wasser für den Betroffenen enorm schwerwiegende Folgen haben. Obwohl das Gesetz für Taucher keine spezielle Tauchversicherung vorschreibt, sollte sich jeder Taucher zusätzlich versichern.

In der Unterwasser-Szene gibt es unterschiedliche Anbieter, die sich auf Tauchversicherungen spezialisiert haben. Neben DAN gehören Aqua Med, VDST SSI und PADI zu den besten Tauchversicherern. Tauchversicherungen sind speziell auf die Bedürfnisse der Sportler angepasst und bieten daher den optimalen Schutz für die Zeit unter und bei Unfällen für die Versorgung über Wasser.

Jeder Taucher muss individuell ermitteln, welche Tauchversicherung er benötigt. Was bei der Wahl der passenden Tauchversicherung unbedingt berücksichtigt werden sollte, ist der Unterschied hinsichtlich des Gültigkeitszeitraumes und der Abdeckung der Behandlungsmaßnahmen sowie der Möglichkeit eines kostenlosen Rücktransports nach Deutschland. Außerdem ist die Verfügbarkeit einer Hotline und die internationale Gültigkeit der Tauchversicherung für den Verbraucher relevant.

Versicherungen im Motor- und Reitsport

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Motorsport ist ein risikobehafteter Sport. Während der Fahrzeit wirken enorme Kräfte auf den Körper ein, auch das Unfallrisiko ist erhöht. Aufgrund dessen ist der Motorsport in der Regel nicht über Standardversicherungen abgedeckt. Es ist die Aufgabe der Betroffenen sich mit der Thematik der Versicherungen auseinanderzusetzen und die für sich passende herauszusuchen. Nicht nur die Fahrer selbst müssen in diesem Bereich des Sports zusätzlich versichert sein. Auch der Veranstalter, andere Teilnehmer und die Fahrzeuge brauchen zusätzliche Versicherungen.

Die wahrscheinlich wichtigste Versicherung im Motorsport ist die Unfallversicherung für den Fahrer. Hierüber werden unterschiedliche Folgen abgedeckt, die durch einen Unfall verursacht werden können. Auch die Haftpflichtversicherung ist im Motorsport wichtig. Sowohl die Fahrer selbst als auch der Veranstalter sind dazu verpflichtet, entsprechende Versicherungen abzuschließen. Wer sich dazu entscheidet, sein Fahrzeug zusätzlich abzusichern, kann auf eine Rennkaskoversicherung zurückgreifen.

Nicht nur das Hobby des Motorsports, auch das des Reitens ist besonders risikobehaftet. Daher sind spezielle Versicherungen für Reiter sinnvoll und notwendig. Es ist

die Pflicht des Reitlehrers, sich selbst über eine Reiter-Unfallversicherung zu versichern. Eine derartige Versicherung kann sich entweder auf das Pferd beziehen, welches versichert wird, oder auf eine Person, die mit einer entsprechenden Versicherung auf jedem beliebigen Pferd versichert ist. Auch die Pferde müssen versichert sein. Sollte ein Unfall passieren, sind Sach- und Personenschäden über die Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Je nachdem, ob es sich um Nutz- oder Luxustiere handelt, ob die Pferde einem Verein gehören oder privat gehalten werden, unterscheiden sich die entsprechenden Versicherungen voneinander.

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