DHL setzt die elektronische Datenübermittlung für Sendungen in die USA ab 1. Juli 2020 vollständig um

Laut einer neuen Vorgabe des Weltpostvereins müssen Zollinhaltsdaten für warentragende Sendungen künftig vorab digital an zollrelevante Zielländer übermittelt werden. Grundsätzlich ist die Regelung des Weltpostvereins erst ab 2021 bindend. Abweichend davon fordern die USA digital übermittelte Zollinhaltsdaten bereits in 2020. Daher führt DHL ab Juli 2020 einen Digitalisierungsprozess für in der Filiale frankierte DHL-Päckchen und -Pakete in die USA ein, der mit einem zusätzlichen Serviceentgelt für die Erfassung der Zolldaten verbunden ist. Das Serviceentgelt je Sendung beträgt 1,66 EUR bei dem auf 16% ermäßigten Umsatzsteuersatz.

Mit dem neuen Entgelt wird der zusätzliche Aufwand abgegolten, der durch die Nacherfassung der Zollinhaltsdaten entsteht. Die durch den Kunden handschriftlich ausgefüllten Zolldokumente werden in der Filiale gescannt, die Inhalte anschließend in einem Back-Office zu einem digitalen Datensatz verarbeitet und an die Zielpostgesellschaft in den USA weitergeleitet. Diese ist wiederum verpflichtet, die Daten ausschließlich mit dem lokalen Zoll bzw. den Sicherheitsbehörden zum Zweck der Zollabfertigung auszutauschen.

Der neue Prozess und damit auch das Serviceentgelt gelten zunächst nur für in der Filiale frankierte DHL-Päckchen und -Pakete in die USA. Im Laufe des Jahres werden voraussichtlich noch weitere Länder außerhalb der Europäischen Union auf die digitale Vorab-Übermittlung von Zollinhaltsdaten umgestellt.

Für online frankierte Sendungen wird kein zusätzliches Entgelt erhoben, da der Kunde während der Frankierung die entsprechenden Daten bereits elektronisch eingibt. Sendungen innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union (mit Ausnahme von Sondergebieten wie zum Beispiel den Kanarischen Inseln) sind von der Verzollung befreit und grundsätzlich nicht von dem zusätzlichen Entgelt betroffen.

DHL bietet auf seiner Webseite eine Übersicht über die Länder, für die eine nachträgliche Digitalisierung von Zollinhaltsdaten und die Berechnung des Serviceentgelts erfolgt. Die Informationen werden laufend aktualisiert, sodass Kunden  sich über Neuerungen informieren können: www.dhl.de/privatkunden-zoll (unter dem Reiter “Versand außerhalb der EU”).