Corona verändert Konsumverhalten: Solidarität und Unterstützung lokaler Händler sind den Deutschen wichtig

Die globale Corona-Pandemie hat den Alltag vieler Menschen verändert und den Gemeinschafts- und Solidaritätsgedanken in der Gesellschaft gestärkt. Diese Entwicklung hat auch zu einem Überdenken der eigenen Konsumgewohnheiten geführt: Insbesondere lokale Händler in der Nachbarschaft sind während der Krise in den Fokus gerückt und auch nach Corona wollen viele Deutsche kleinere Geschäfte vor Ort weiter unterstützen. Das zeigt eine von PayPal beauftragte Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos. ­

Solidarität in der Nachbarschaft: Deutsche kaufen lokal

Während der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen haben viele Deutsche den lokalen Einzelhandel bevorzugt. Zwar wurde auch weiter regelmäßig in großen Geschäften eingekauft, kleinere und mittlere Händler im direkten Umfeld waren in dieser Zeit aber die erste Anlaufstelle für die Konsumenten. So gab mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten an, während der Kontaktbeschränkungen in kleineren Läden vor Ort eingekauft zu haben, im Vergleich zu 41 Prozent, die in großen Geschäften shoppten. Dabei besonders bemerkenswert: Die Solidarität mit Händlern aus der Nachbarschaft scheint auch für die Zeit nach der Pandemie bestehen zu bleiben – 61 Prozent der Deutschen wollen in Zukunft vermehrt lokale und regionale Produkte kaufen, um die lokalen Geschäfte zu unterstützen.

Als einen der wichtigsten Gründe für diese Entscheidung nannten 70 Prozent der Befragten die Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Vor allem Befragte über 65 Jahre sind der Überzeugung, dass dies der Schlüssel ist, um die Krise zu überwinden. 80 Prozent dieser Generation stimmten dieser Aussage zu. 61 Prozent der über 65-Jährigen gaben zudem an, sich für die Unterstützung der Ladenbesitzer in ihrer Nachbarschaft verantwortlich gefühlt zu haben. Über alle Altersgruppen hinweg stimmten 52 Prozent dieser Aussage zu. Ebenfalls etwas mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gab zudem an, dass ihnen die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Gemeinschaft bewusster geworden sei.

Neue Zahlungsmethoden etablieren sich

Die Kontaktbeschränkungen sowie geltende Abstands- und Hygieneregelungen haben zudem dazu geführt, dass Händler und Kunden überwiegend bargeldlose Bezahlmöglichkeiten genutzt haben. Gut drei Viertel (76 Prozent) der Befragten gaben an, die Bankkarte im Geschäft genutzt zu haben, während lediglich 57 Prozent weiter mit Bargeld bezahlten. Besonders überraschend für den Bargeldmarkt Deutschland: Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Befragten möchte in Zukunft ganz auf Bargeld verzichten. Zudem zeigen sich die Deutschen offen für Neues: 72 Prozent würden in Erwägung ziehen, neue kontaktlose Zahlarten in Geschäften auszuprobieren und 44 Prozent möchten von jetzt an vermeiden, das Bedienfeld des Kartenlesers in den Geschäften zu berühren, um ihren Pin einzugeben.

Beim Kauf im Web sind Online-Bezahldienste wie PayPal, Apple Pay, Google Pay oder Amazon Pay die Gewinner. Während traditionelles Banking weniger genutzt wurde, zahlten 74 Prozent der Deutschen in Zeiten der Pandemie mit digitalen Zahlungsdiensten. 69 Prozent der Befragten nutzten für ihre Online-Einkäufe PayPal.

„Die vergangenen Wochen und Monate haben uns alle vor große Herausforderungen gestellt und unseren Alltag von Grund auf verändert“, sagt Michael Luhnen, Managing Director PayPal Deutschland, Österreich und Schweiz. „Es war schon immer der Anspruch von PayPal, mit unseren Produkten und Services tatsächlichen Mehrwert zu schaffen und Händlern wie Verbrauchern den Alltag zu erleichtern. Gerade während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie war es besonders wichtig, kurzfristige und praktikable Lösungen zu finden, um unsere Händler und Verbraucher zu unterstützen und ihnen ein sicheres Gefühl beim Einkaufen zu geben.”

Über die Studie
Im Auftrag von PayPal befragte Ipsos insgesamt rund 26.000 Teilnehmer im Alter von 18-65+ in 13 Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich, jeweils rund 2000 Teilnehmer). Untersucht wurden die aktuellen und zukünftigen Konsumgewohnheiten (einkaufen, verkaufen, Geld senden und spenden) sowie wie die Menschen jetzt einkaufen, verkaufen, Geld senden und spenden, wie sie dies in Zukunft tun wollen. Betrachtet wurden die Zeiträume vor, während und nach der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Die Befragung wurde zwischen dem 8. Mai und dem 29. Mai 2020 online durchgeführt.