eco zur neuen Corona App: „Wenn uns der Durchbruch gelingt, kann die Technologie Leben retten!“

Die Bundesregierung, das Robert-Koch-Institut und beteiligte Unternehmen haben an diesem Dienstagvormittag die neue Corona-Warn-App des Bundes vorgestellt. eco – Verband der Internetwirtschaft, der die Diskussion zur Entwicklung der neuen App von Anfang an aktiv begleitet hat, spricht sich für den Einsatz der datenschutzkonformen App aus und hofft auf eine breite Akzeptanz innerhalb der deutschen Bevölkerung. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Installation der App lehnt eco jedoch ab.

Dazu sagt eco Vorstandsvorsitzender Oliver J. Süme: „Als Verband der Internetwirtschaft unterstützen wir den Launch der Corona-App mit voller Kraft. Für den Erfolg der App wird jetzt entscheidend sein, so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zur Nutzung zu gewinnen. Die Chancen stehen gut: Die Corona-App des Bundes garantiert den bislang höchsten Datenschutzstandard aller bislang eingesetzten Apps. Wir hoffen deshalb auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz generationsübergreifend und deutschlandweit, ohne Zwang oder einer gesetzlichen Verpflichtung zur Installation der App. Wenn uns der Durchbruch gelingt, können digitale Technologien – in diesem Fall die Kontaktnachverfolgung mit der Corona-App durch sogenanntes Tracing – tatsächlich Leben retten und uns zur Normalität zurückführen.“

Der Verband der Internetwirtschaft kritisiert jedoch, dass die Fertigstellung der App letztlich zu lange gedauert hat:

„Die langwierigen Diskussionen rund um die Entwicklung und Einführung der App haben uns einmal mehr vor Augen geführt wie wichtig es ist, dass die Bundesregierung auch bei digitalpolitischen Themen mit einer Stimme spricht und die Fäden an einer kompetenten Stelle zusammenlaufen. Das Beispiel Corona-App ist damit der perfekte Use-Case für ein Digitalministerium, das die nächste Bundesregierung hoffentlich endlich einrichten wird. Wir müssen jetzt einfach darauf hoffen, dass die zähen Prozesse im Entwicklungsprozess der App nicht zu Technologieskepsis und Vertrauensverlust bei den Bürgern geführt haben“, so Süme.


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