Support-Ende für Magento 1: Das sollten Anwender bei der Migration auf eine aktuellere Version des Shopsystems beachten

Im Juni 2020 stellt der Softwarehersteller Magento den vollständigen Support für sein Shopsystem Magento Open Source 1 sowie ältere Magento Commerce 2-Versionen ein und lässt damit alle Sicherheitsupdates für diese Versionen auslaufen. Shopbetreiber stehen nun vor der Überlegung, eine Migration auf Magento 2.3 vorzunehmen. Der Umstieg lässt sich jedoch nicht als einfaches Update der Vorgängerversion betrachten: Shops müssen komplett neu aufgebaut werden, denn eine Übernahme des Frontends ist nicht möglich. Die Experten der Löwenstark Digital Solutions GmbH empfehlen im Zuge dessen, den Umstieg mit einem Relaunch und Redesign zu verbinden.

Analyse des Magento 1-Shops deckt Schwachstellen auf

Um sich optimal auf den Umstieg vorzubereiten und den größten Nutzen aus dem Aufbau des neuen Shops zu ziehen, sollte zunächst der Status Quo analysiert werden. Mithilfe von Web-Controlling-Tools wie Google Analytics ist es Shopbetreibern möglich, Indikatoren wie Klickpfade und bisherige Ausstiegsstellen der Nutzer zu identifizieren und diese Erkenntnisse in die Anpassung des Shops einfließen zu lassen. Zudem sollten die Reports des Shopsystems Magento 1 zur Analyse hinzugezogen werden: Sie liefern entscheidende Informationen über Nutzeraktivitäten und die Beliebtheit der Produkte. „Das Stichwort lautet Kundenorientierung. Shopbetreiber sollten Features mit hohem Kundennutzen übernehmen und identifizierte Schwachstellen bei der Anpassung des neuen Shops beheben. Die Integration neuer Funktionen kann zudem zur Optimierung der Usability beitragen und den Shop so bedienungsfreundlicher gestalten“, so Jan-Hendrik Rauh, Geschäftsführer der Löwenstark Digital Solutions GmbH. Entscheidend für einen reibungslosen Umstieg sei außerdem die Sicherung aller relevanten Daten wie Kundenaccounts, Produktdaten und Download-Dateien.

Replatforming bietet Gelegenheit zur Shop-Modernisierung

Durch eine Migration auf die aktuelle Magento-Version eröffnet sich für Shopbetreiber die Möglichkeit, Prozesse und Strukturen im Zuge eines Relaunches zu modernisieren und ihren Shop an die neuesten Online-Standards anzupassen. Erweiterungen und Features, die bisher technisch unmöglich waren, können durch den Umstieg auf eine aktuellere Version nun möglicherweise realisiert werden. Ein zeitgemäßes Design kann zudem die Außenwirkung des Shops beeinflussen und bei der Erschließung neuer Zielgruppen helfen. In Hinblick auf die Optimierungs- und Anpassungspotentiale sollte jedoch eine Priorisierung erfolgen: „Die Features, die den größten unternehmerischen Nutzen bringen, sollten im Mittelpunkt des Replatforming-Prozesses stehen“, betont Jan-Hendrik Rauh abschließend.


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