Lediglich jedes fünfte B2B-Unternehmen setzt auf Punchout

Mit Hilfe des Punchout-Prinzips können Unternehmen ihren Kunden den Zugriff auf ihren Onlineshop in deren gewohnten Bestellumfeld, bspw. innerhalb des ERP-Systems ermöglichen. Die Kunden können dabei auf individuelle Preise und Produktkataloge zugreifen, ohne das eigene System zu verlassen. Nur jedes fünfte B2B-Unternehmen setzt bereits auf diese Technologie. Welche Daten von Unternehmen durch Punchout-Kataloge ausgespielt werden und welche Chancen sich durch den Einsatz der Technologie ergeben, zeigt der aktuelle B2B E-Commerce Konjunkturindex, eine Initiative der IntelliShop AG in Zusammenarbeit mit dem ECC Köln.

Punchout spielt noch keine große Rolle

Lediglich jedes fünfte B2B-Unternehmen bietet seinen Kunden bereits das Punchout-Prinzip an. Von den 80 Prozent der befragten Unternehmen, die diese Technologie noch nicht nutzen, planen auch nur 27 Prozent die Einführung von Punchout innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre.

Dabei kann sich die Integration des Punchout-Prinzips durchaus auszahlen: Die Studienteilnehmer, die Punchout bereits nutzen, spielen ihren Kunden im gewohnten Systemumfeld individuelle Produkt-Kataloge mit personalisierten Produktsortimenten, Preisen, Verfügbarkeiten und sogar individuellem Content, wie zum Beispiel Landingpages aus. Mehr als ein Drittel der B2B-Unternehmen bewertet den Einfluss ihres Punchout-Katalogs auf den Erfolg des Onlineshops als hoch oder sogar sehr hoch. Außerdem genießt das Thema Punchout lediglich bei 14 Prozent der Befragten im Rahmen ihrer Digitalisierungs- und E-Commercestrategie eine hohe Priorität. Für jedes fünfte der befragten Unternehmen genießt diese Technologie überhaupt keine Priorität.

Punchout-Kataloge vereinfachen komplexe Einkaufprozesse

Aus Sicht der Befragten profitieren vor allem Unternehmen mit komplexen Einkaufsprozessen von der Punchout-Technologie. Außerdem sind fast 40 Prozent der befragten B2B-Entscheider der Auffassung, dass die Punchout-Technologie den Kunden mehr Vorteile als Herausforderungen bietet. Über 50 Prozent der Befragten sind sich einig, dass die Technologie insbesondere bei Großkunden eingesetzt wird. Jedoch gibt auch mehr als die Hälfte der B2B-Unternehmen an, dass die Kund*innen Punchout zum einen nicht von ihrem Händler voraussetzen und zum anderen nicht darauf achten, ob Punchout-Kataloge überhaupt angeboten werden oder nicht.

Möglichkeit der Personalisierung verbessert Einkaufserlebnis erheblich

Durch die Punchout-Technologie wird der Einkaufsprozess einfacher – darüber sind sich 65 Prozent der befragten B2B-Unternehmen einig. Diese einfache und automatische Abwicklung von Bestellungen bietet zum einen für die Kunden-, aber auch für die Unternehmensseite einen großen Vorteil. 35 Prozent der B2B-Unternehmen geben an, durch die Punchout-Technologie sogar Umsatzsteigerungen in Bezug auf ihre Bestandskunden erzielen zu können.

E-Commerce-Umsätze steigen weiter an

Die aktuelle Lage der E-Commerce-Umsätze von Januar bis März 2020 liegt im positiven Bereich, obwohl sie gegenüber dem Vorjahr um knapp 13 Punkte gesunken ist. 60 Prozent der Befragten sehen die aktuelle E-Commerce-Umsatzlage ihres Unternehmens als positiv – nur 20 Prozent als negativ. Die Erwartungen an die Entwicklung der E-Commerce-Umsätze sind jedoch zum Vormonat mit einem Verlust von mehr als 36 Punkten drastisch gesunken. Auch gegenüber dem Vorjahr sind die Erwartungen um fast 27 Punkte gefallen.

Außerdem sind auch die Gesamtumsätze sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat erheblich gesunken. Obwohl der Abfall zum Vorjahr mehr als 36 Punkte beträgt, beurteilen fast 50 Prozent der befragten Unternehmen die Gesamtumsätze als positiv. Die Erwartungen gegenüber den Gesamtumsätzen liegen jedoch mit 90 Punkten und einer Differenz von mehr als 63 Punkten zum Vorjahr im negativen Bereich. Dabei nehmen 40 Prozent an, dass sich die Gesamtumsätze in den kommenden 12 Monaten verschlechtern werden – 30 Prozent sind der Auffassung, dass eine Verbesserung eintreten wird.


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