57% mehr Internet-Weihnachts-Shopper als 2009

Zirka 22 Millionen Deutsche werden in diesem Jahr die Weihnachtsgeschenke online kaufen. Das sind 57% mehr als noch 2009 und entspricht knapp jedem dritten Bundesbürger ab 14 Jahren. Hinzu kommen weitere 17 Millionen, die Interesse am Internet-Kauf von Präsenten haben, jedoch noch unentschlossen sind. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Das Meinungsforschungsinstitut Aris hat im Rahmen der Untersuchung 1.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt.

Vor allem Computerspiele, Smartphones, PCs, Flachbild-Fernseher und Digitalkameras stehen laut BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer auf der Einkaufsliste für Weihnachten ganz oben.

Bis dato haben bereits 2,4 Millionen Internet-Shopper ihre Weihnachtspräsente im Netz besorgt. Besonders junge Menschen bestellen ihre Weihnachtsgeschenke im Netz. In der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren gehen 44% im Internet auf Shopping-Tour. Auch jeder siebte Internet-Nutzer ab 65 Jahren kauft im Web ein (14%).

Wie so oft gibt es auch hier wieder kleinere Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 33% der Männer Präsente im Web ordern wollen, sind es bei den Frauen 29%. Mit 41% kaufen überdurchschnittlich häufig Angestellte ihre Weihnachtsgeschenke im Internet. Bei den Arbeitern sind es nur 29%.

Der BITKOM gibt zum Online-Shopping folgende grundlegende Einkaufs-Ratschläge:

1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Von knalligen Webseiten sollten man sich nicht beeindrucken lassen. Zeichen für die Seriosität eines Web-Shops sind ein Impressum mit Anschrift und Nennung des Geschäftsführers sowie klare Geschäftsbedingungen (AGB). Kunden sollten auch die Datenschutzerklärung lesen. Manche Shops werden von unabhängigen Experten geprüft und erhalten ein Zertifikat oder Gütesiegel. Auch der Kunde kann Kontrolle ausüben: Auf vielen Shopping-, Preisvergleich- und Auktionsseiten werden Händler beurteilt. Gute Bewertungen können ein Hinweis auf seriöse Geschäftspraktiken sein.

2. Sicher bezahlen
Zur Bezahlung müssen Konto- oder Kreditkartendaten über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden, erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Adresse der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Programm. Sichere Webseiten sind auch an einer grün hinterlegten Adresszeile oder einem grün hinterlegten Zertifikatszeichen erkennbar, wenn sich der Betreiber einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Zahlungen können per Lastschrift, Kreditkarte oder Rechnung erfolgen. Es gibt auch seriöse Bezahl-Dienste, bei denen die Bankdaten einmalig hinterlegt werden. Vorkasse per Überweisung ist verbreitet, aber riskanter.

3. Die wichtigsten Vorgänge dokumentieren
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die einzelnen Bestellschritte einschließlich Geschäftsbedingungen (AGB) ausdrucken. E-Mails, in denen der Händler die Bestellung bestätigt, sollten Kunden ebenfalls aufbewahren.

4. Wenn notwendig: Widerrufsrecht nutzen
Die Ware ist gerade geliefert, doch sie erfüllt nicht die Erwartungen? Innerhalb von 2 Wochen darf sie in der Regel an den Verkäufer zurückgeschickt werden. Dann muss der Kaufpreis erstattet werden – und auch die Rücksende-Kosten, wenn der Artikel mehr als 40 Euro gekostet hat.


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