Die Österreicher und ihre spezifische Web-Nutzung

Die aktuellen Ergebnisse der Österreichischen Web-Analyse (ÖWA) zeigen kaum Veränderungen im Ranking der reichweitenstärksten österreichischen Internet-Medien. Verhältnismäßig neu ist allerdings die Berücksichtigung soziodemographischer Daten für die Studie. Hierbei kam heraus, dass sich Internet-Nutzer in einigen Gesichtspunkten beachtlich vom Durchschnittsbürger unterschieden: Sie sind jünger und zeichen sich durch eine höhere Bildung aus, so ÖWA-Geschäftsführer Hannes Dünser. Den höheren Bildungslevel erklärt Dünser gegenüber pressetext damit, dass junge Menschen heute teilweise bessere Chancen auf hohe Bildung genießen als noch ihre Eltern. Daneben hätten ältere Menschen mit höherer Bildung weniger Vorbehalte gegenüber dem Netz als Altersgenossen mit geringerer Bildung, was den Prozentsatz von Abiturienten und Hochschülern unter den Internet-Usern nochmals erhöht.

Einen Vorsprung hinsichtlich der Internet-Nutzung haben Männer, denn 52,4% von ihnen nutzen das Internet, bei Frauen liegt der Prozentsatz mit 47,6% leicht darunter. Die meisten Internet-Nutzer, nämlich 23,5% sind zwischen 30 und 39 Jahre alt, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (18,6%) und den 20- bis 29-Jährigen mit 18,4%.

Das Haushalts-Nettoeinkommen liegt bei etwa einem Drittel der Befragten zwischen 2.000 und 3.000 Euro, bei einem weiteren Drittel sogar darüber. Die Internet-Nutzung zuhause ist für 93,5% der Befragten üblich, am Arbeitsplatz nutzt über ein Drittel das Netz. Mobile Internetzugänge sind dabei sich durchzusetzen und bereits 22% der Befragten gehen unterwegs online.

Für fast 90% der Umfrage-Teilnehmer ist das Verschicken und Empfangen von Mails nach wie vor bedeutsamster Verwendungszweck des Internets. 8 von 10 Nutzern verwenden das World Wide Web und seine Suchmaschinen zur Recherche und etwas mehr als zwei Drittel interessieren sich für Online-Nachrichtenportale. Auch Routenplanung, Online-Banking und der Themenbereich Urlaub und Reisen interessieren mehr als 50% der Befragten.

Multimedia-Inhalte wie YouTube nutzen 45,6% der Befragten. Musikdownloads sind bei 4 von 10 Internet-Nutzern beliebt. Soziale Netzwerke wie Facebook zeigen mit einem Anstieg von 5,3% gegenüber der Vorgängerstudie zwar lebhaftes Wachstum, werden aber augenblicklich noch von nur zirka 36% der Umfrage-Teilnehmer genutzt. Ungefähr ein Drittel vertreibt sich die Zeit mit Chats, Foren und Instant-Messaging

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