Internet-User fühlen sich gegenüber Cybercrime machtlos

Zwei Drittel (65%) aller Web-Nutzer weltweit sind einer aktuellen Studie zufolge schon mindestens einmal Opfer von Internet-Kriminalität geworden. Das Gros der Nutzer reagierte nach einem Internet-Angriff emotional mit einem Gefühl der Machtlosigkeit, so der „Cybercrime Report“, den das IT-Sicherheitsunternehmen Symantec kürzlich veröffentlichte. Für die Untersuchung wurden über 7.000 erwachsene Internet-Nutzer in 14 Nationen zwischen dem 2. und 22. Februar 2010 befragt.

Fast 80% der für die Studie befragten Nutzer gehen davon aus, dass die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden. In Deutschland glauben das sogar 88%. Joseph LaBrie, Psychologie-Professor an der privaten Hochschule Loyola Marymount University in Los Angeles: „Wir akzeptieren Cyber-Kriminalität mit antrainierter Hilflosigkeit. Ähnlich reagieren Menschen in der Regel auch in einer Autowerkstatt, selbst wenn sie übers Ohr gehauen werden: Wenn sie nicht genug über Autos wissen, argumentierten sie nicht mit dem Mechaniker. Die Leute akzeptieren einfach die Situation, selbst wenn sie sich schlecht dabei fühlen.“

In der Bundesrepublik liegt die Rate der geschädigten Nutzer mit 62% leicht unter dem weltweiten Durchschnitt. In den USA waren dagegen fast drei Viertel der Internet-User (73%) bereits Ziel von Computerviren, Kreditkartenmissbrauch im Netz oder Identitätsdiebstahl. Damit liegen die Vereinigten Staaten gemessen an der Rate von Cyber-Kriminalität nach China international auf dem 2.Rang.


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