Nutzung von eBay und PayPal in Malaysia ist mit Vorsicht zu geniessen

eBay Malaysia und PayPal dürfen offiziell über Bank Negara (Nationalbank Malaysias) in Malaysia operieren, was, so kritische Stimmen, nicht besonders gut durchdacht sei. Malaysische Käufer und Händler genießen nämlich im Gegensatz zu den US-amerikanischen weder Käufer- noch Händlerschutz.

Die Malaien seien auf das Wohlwollen des Kundenservice angewiesen und dieser hätte keine gute Ausbildung genossen. Reicht man eine Beschwerde ein, so könnten die Mitarbeiter des Kundenservice noch nicht einmal feststellen, ob die Beschwerde von einem Verkäufer oder Käufer komme. Oft würden die Beschwerden noch nicht einmal gelesen oder wenn doch, erhalte man keine Antwort vom Team. Erhält man doch eine Antwort, so ist diese meist vorgefertigt und das Problem wird nicht individuell betrachtet.

Auch hat weder eBay noch PayPal ein Büro in Malaysia, obschon sie dort  Geschäfte machen. Wenn also Nutzer Schwierigkeiten haben wird ihnen meist gesagt sie sollen eine US-Nummer wählen, was 12 US-Dollar und mehr kostet. Ganz zu schweigen von der Zeitdifferenz.

Unfaire und dubiose Deals sind auf der malaysischen eBay-Plattform an der Tagesordnung. Kauft man 5 Teile kann man sicher sein, dass 3 davon Plagiate oder einfach nur Schrott sind. Die meisten dieser Waren kommen aus Thailand oder China. Beklagt man sich dann bei PayPal, da man über den Online-Bezahldienst bezahlt hat, erhält man hier keine Hilfe. Eine Kategorie die besonders vorsichtig zu genießen ist, ist der Bereich Computer. Auch hier kommen viele Plagiate aus China oder von Händlern, die bei chinesischen Händlern ihre Waren gekauft haben.

Die malaysischen Behörden sollten diesem Spiel endlich ein Ende bereiten und eBay und PayPal noch einmal unter die Lupe nehmen, sodass die malaysischen eBay- und PayPal-Nutzer den gleichen Schutz bekommen wie alle anderen User auch.


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