Verschiedene Analysten bewerten die Entwicklung von eBay

Wie immer nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen, äußern sich verschiedene Analysten zu den Entwicklungen des Online-Marktplatzes eBay.

So bleiben die Experten von Piper Jaffrey auch nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen bei ihrem „Overweight“ Rating für das eBay Papier, senken jedoch ihr Kursziel von 35 auf 30 US-Dollar. Ihre positive Bewertung behalten die Analysten aus dem Grund, weil sie der Meinung sind, dass „die Marktplatz-Stabilisation anhalten wird, was den Investoren erlauben wird, den Fokus auf das stabile Wachstum von PayPal zu legen“.

Sandeep Aggarwal, Analyst von Caris & Company, stuft die Aktie von  eBay weiterhin mit „buy“ ein. Er schreibt: „Die Quartalszahlen von eBay sind etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Nettoumsatz hat im Vergleich zum Vorjahr  um 6% auf 2,22 Milliarden US-Dollar zugelegt. … Die allgemeine Stimmung gegenüber eBay war vorab eher negativ, weshalb die Zahlen überraschten.“ Caris & Company  ist ferner der Ansicht, dass man das Wachstumspotential des Online-Bezahldienstes „PayPal“ und im „Marktplatz-Business“ unterschätze. Berechnungen von Caris & Company zufolge werde eBay im gesamten Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 9,12 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 1,65 Dollar erzielen. Für das Jahr 2011 rechne man mit einer Umsatzsteigerung auf 10,54 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,88 Dollar. Das eBay Papier ist weiterhin der Favorit von Caris & Company, trotzdem senkt man das Kursziel unter Berücksichtigung der höheren makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren auf 32,00 US-Dollar.

Youssef H. Squali, Analyst von Jefferies & Co, stuft die Aktie von eBay ebenfalls  mit „buy“ ein. Die besser als erwarteten Zahlen zum 2. Quartal hätten ihren Grund in der starken und stabilen Entwicklung der eBay-Tochter PayPal. Der Ausblick für das 2. Halbjahr 2010 sei jedoch von den eBay-Verantwortlichen wegen ungünstiger Währungseinflüsse gekürzt worden. Die Gewinnschätzungen habe man daher nach unten korrigiert. Das Kursziel von 30,00 US-Dollar habe aber unverändert Bestand.

Spencer Wang, Analyst der Credit Suisse, stuft die Aktie von eBay mit „outperform“ ein. Auch Spencer Wang sieht die Quartalszahlen als solide an, die trotz des stärkeren US-Dollars über den Vorhersagen der Credit Suisse gelegen hätten. Bei der Credit Suisse habe man mit einem Umsatz von 2,15 Milliarden US-Dollar, statt der tatsächlich erreichten 2,22 Milliarden US-Dollar kalkuliert. Für das Geschäftsjahr 2010 habe das eBay-Management die Prognosen gesenkt. Das Unternehmen rechne  nun mit einem Umsatz von 8,8-9,0 Milliarden Dollar (bislang: 8,8-9,1 Milliarden US-Dollar) sowie einem Gewinn pro Aktie von 1,60-1,65 US-Dollar (bisher: 1,63-1,68 Dollar). Dadurch, dass die Resultate des 2. Quartals 2010 besser als erwartet ausgefallen seien, sieht man bei der Credit Suisse keinen Beweggrund, die Prognose für den Gewinn je Aktie von 1,63 US-Dollar für das Gesamtjahr zu ändern. Das Kursziel legt man bei der Credit Suisse bei 32,00 US-Dollar fest.

Analyst Douglas Anmuth von Barclays stuft die eBay Aktie nach den Zahlen auf „Equal Weight“.Das 2. Quartal 2010 des Online-Marktplatzes eBay sei zwar gemischt, aber unter dem Strich etwas besser als erwartet ausgefallen. Das positive Abschneiden der internationalen Markplätze deutet auf eine Stabilisierung hin, wohingegen der amerikanische Marktplatz eine Herausforderung bleibt. Im 2. Halbjahr werde die Vergleichsbasis schwieriger. Barclays belässt das Kursziel der eBay Aktie bei 25,00 Dollar.

Jeetil Patel, Deutsche Bank, sieht die Tendenz der eBay Aktie auf fallendem Kurs und bleibt daher bei seinem „Sell-Rating?. Er glaubt, dass eBay seine Performance im 2. Halbjahr 2010 nicht halten kann und sowohl der operative Gewinn als auch der Bruttohandelsumsatz (GMV) in der 2. Jahreshälfte von 2010 wie auch in 2011 wieder zurückgehen wird.

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