Wie kann ich den wahrgenommenen Wert eines auf eBay angebotenen Artikels erhöhen?

Wie kann ich den wahrgenommenen Wert eines auf eBay angebotenen Artikels erhöhen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Skip McGrath in seinem neuesten Newsletter. Seiner Meinung nach gibt es dafür einen ganz legalen Trick, der aber nur funktioniert, wenn man von den Artikeln mehr als einen auf Lager hat. Wenn Nutzer eine Suche auf eBay durchführen erscheinen die Angebote im Best Match. Die Reihenfolge des Erscheinens favorisiert die Artikel, die als nächstes enden oder deren vom Käufer eingegebene Schlüsselwörter den Überschriften am nächsten kommen. Enden 2 Artikel fast zeitgleich und haben sie auch noch identische Schlüsselwörter, dann erscheinen sie nahe beieinander in der Suchabfolge.

Der andere Faktor, der für die eBay-Nutzer ausschlaggebend ist, ist der niedrigste Preis. Sie suchen zuerst nach „niedrigster Preis“ zuerst, dann „höchster Preis“. Und das kann man als Händler ausnutzen. Häufig suchen Leute nach Artikeln auf eBay von denen sie den Wert nicht kennen oder aber nur eine Idee davon haben, für wie viel der entsprechende Artikel normalerweise verkauft wird. Also schauen sie nach verschiedenen Angeboten, um eine Vorstellung von dem Wert zu bekommen. Wenn sie den Artikel dann zu einem hohen Preis finden und danach einen den Artikel zu einem günstigeren Preis sehen, haben sie für sich eine Preisvorstellung ausgemacht.

McGrath führt nachfolgendes Beispiel an: Ich verkaufe meine Outdoor-Steinöfen zu einem Startpreis von 99 Dollar und einem Festpreis von 227 Dollar. Wenn also jemand 2 Angebote für meine Öfen direkt übereinander sieht und einer hat einen Festpreis von 249 Dollar, der andere von 227 Dollar, denken sie doch logischerweise, dass der für 227 Dollar ein Schnäppchen ist.

Aber wie kann ich meine Konkurrenz dazu bringen, einen Artikel mit denselben Schlüsselwörtern wie den meinen einzustellen, jedoch zu einem höheren Preis als der Meinige? Das funktioniert natürlich nicht! Viele eBay-Profihändler haben jedoch mehr als einen Account. Wir zum Beispiel haben einen auf meinen Namen und einen auf den Namen meiner Frau. Ich könnte auch noch einen dritten Account auf mein Unternehmen eröffnen. Da ich nun 2 Accounts habe, kann ich eine identische Auflistung mit derselben Überschrift und einem Foto starten. Das eine Angebot zu einem Festpreis von 249 Dollar, das andere, welches vielleicht eine Minute später erscheint, zu einem Festpreis von 227 Dollar. Wenn ein Käufer den Artikel dann sieht, wird er sich für den günstigeren interessieren, weil er diesen als ein Schnäppchen ansieht.

Klar, den teureren Artikel wird man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verkaufen und eBay-Gebühren muss man auch zahlen. Aber wenn man durch diesen kleinen Trick mehr Verkäufe allgemein verzeichnen kann – vor allem mit dem Festpreis-Format eher als durch den Auktionspreis – macht man auf lange Sicht in jedem Fall mehr Geld. Seltsamerweise ist es einmal passiert, dass ein Kunde den Feuerofen zum höheren Preis erwarb. Da ich mich ein wenig schäbig fühlte, habe ich diesem dann die Lieferkosten von 29 Dollar erlassen.

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