Bezahlen für Internet-Inhalte – ein schwieriges Unterfangen

Eine Erhebung von Harris Interactive hatte schon im Januar 2010 ergeben, dass die Internet-User nur zu 5% bereit sind,  für Internet-Inhalte zu bezahlen. Wie nun eine aktuelle Erhebung von Fittkau und Maaß zeigt, ist nicht einmal ein Viertel der Leser bereit, für Online-Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften zu bezahlen. Bisher ist es den Paid-Content-Verfechtern unter den Verlagen also nicht gelungen, eine breite Nutzer-Mehrheit für dieses Business-Modell zu gewinnen.

Abgesehen davon, dass sich diverse Umfragen zu dem Thema zahlenmäßig nicht ganz einig sind, scheint die Zahlungsbereitschaft zumindest ein wenig zu wachsen. Am ehesten stoßen Abo-Modelle mit 36% auf Zustimmung, sie werden von Seiten der Nutzer so genannten „Pay-per“-Modellen vorgezogen. Die Hoffnung der Verlage auf neue mobile Geräte – iPad, Kindle und Co – ist groß. Doch ob die Zahlungsbereitschaft mit dem starken Nutzerinteresse an diesen Geräten einhergehen wird, bleibt weiter abzuwarten.

Die große Herausforderung für die Verleger wird es sein, die Leser zum Bezahlen zu „erziehen“. Der Ansicht sind auch die Experten von Fittkau und Maaß. Die jahrelang gewöhnte Gratiskultur im Internet wird sich nicht von heute auf morgen umkehren lassen.

Die Mehrheit zirka 55%, lehnt Paid Content ausdrücklich ab. Hier wird es für die Verlage besonders schwierig, potentielle Kundschaft zu finden. Die andere knappe Hälfte signalisiert zumindest teilweise Zahlungsbereitschaft unter bestimmten Voraussetzungen und könnte etwas leichter überzeugt werden. Die Experten schließen, dass das Potential „überschaubar“, aber vorhanden ist. Gefragt seien nun nutzerorientierte Content-Angebote.

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