Internet wird immer mehr zum Mitmach-Netz

Der Austrian Internet Monitor-Consumer (AIM-C) beobachtete die Entwicklung des Internets in seinen Einzelheiten und hat festgestellt, dass 76% der Bevölkerung bereits das Internet nutzen und der Wandel vom reinen Informationsmedium zum „Mitmach-Netz“ weitgehend vollzogen zu sein scheint. Der AIM-C wird von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung auf der Grundlage von insgesamt 12.000 telefonischen Interviews pro Jahr (3.000 je Vierteljahr) durchgeführt, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren.

Schon 61% der Internet-User verwenden soziale Netzwerke und immerhin 85% Web 2.0-Plattformen im Allgemeinen, womit die sozialen Netzwerke sowie interaktive Plattformen zu den großen Siegern im World Wide Web zählen. Sechs von zehn Internet-Nutzern haben zumindest ein soziales Netzwerk jemals genutzt. Zählt man Wikis und Foto- oder Video-Plattformen hinzu, zählen sogar 85% der Internet-Verwender zum Nutzerkreis. Damit erreicht die Erfahrung mit Plattformen praktisch alle Bevölkerungsgruppen.

Regelmäßige Nutzer von Web 2.0-Services sind immerhin ¾ der Online-Besucher. Dabei konnte man feststellen, dass je jünger und je höher die Schulbildung beziehungsweise das Haushaltseinkommen ist, desto größer der Anteil der regelmäßigen Verwender. Männer liegen in diesem Punkt leicht vorne.

Facebook geht innerhalb der verschiedenen Plattformen als großer Gewinner hervor. Trotz aller in den Medien publizierten Datenschutz-Bedenken ist der Nutzerkreis in den vergangenen 12 Monaten von 22% auf 53% angewachsen. Die regelmäßige Benutzung hat sich in den letzten 4 Wochen sogar verdreifacht. Myspace, StudiVZ oder Xing bleiben, was ihren Nutzerkreis angeht, indessen auf dem Stand des Vorjahres. Die häufig zitierte Plattform Twitter haben interessanterweise gerade einmal 11% der Internet-Nutzer irgendwann einmal besucht, nur 3% nutzen sie regelmäßig.

Facebook erreicht ebenso den größten Anteil zufriedener Nutzer. Ein Grund hierfür könnte sein, dass gesuchte Personen mit großer Wahrscheinlichkeit im Netzwerk gefunden werden können. So führt Facebook auch bei der Anzahl an Kontakten die Rangliste an. Sie wird in der Hauptsache dazu genutzt, um Verbindung zu Freunden und Bekannten zu halten. Für über 50% der Nutzer sind aber auch Informationen zu Anbietern von Produkten und Dienstleistungen und Einladungen zu Veranstaltungen hilfreich.

Wikipedia und YouTube konnten ebenfalls weitere Bevölkerungskreise erschließen. So haben sich bereits ¾ der Internet-Besucher Wikipedia als Online-Ziel ausgesucht. Die Nutzung ist überwiegend passiv, denn nur 3% der österreichischen Internet-Nutzer haben bereits einen Eintrag selbst formuliert. Ebenso wird YouTube von den Österreichern eher passiv genutzt, denn 73% nutzen die Plattform, aber nur 14% steuern aktiv bei.

Beitrag teilen: