eBay Gründer Omidyar startet ein neues Projekt auf Hawaii

figuren_koerperteile_062.jpgMit eBay hatte Pierre Omidyar mit eBay eine bedeutende und erfolgreiche Geschäftsidee. Jetzt möchte er es im Medienbereich erneut versuchen. Pierre Omidyar startet auf Hawaii eine Internet-Nachrichtenseite, die Redakteure und Leser verbinden und vereinen soll. Die Finanzierung soll über die Leser gewährleistet werden, die monatlich 20 US-Dollar bezahlen sollen.

Pierre Omidyar sagt zu dem Vorhaben: „Es ist absolut wichtig, einen neuen Weg zu finden, um einen Journalismus zu machen, der mit den Bürgern in einer besseren Art und Weise in Verbindung steht. Ich denke, das ist es, was fehlt. Die Branche ist zu sehr mit ihrem Niedergang beschäftigt, sie hatte noch nicht die Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Als Startup haben wir diese Möglichkeit und können den Journalismus wieder in das Zentrum rücken.“

Seine Webseite Civilbeat.com ist jetzt schon online, offiziell soll das Nachrichtenportal am 4. Mai 2010 an den Start gehen. Tiefergehende Berichte und Analysen sowie ein Platz zum Meinungsaustausch für die Bewohner der Insel Hawaii stehen im Vordergrund der Seite. Ein Kernpunkt sind die „Moderatoren-Reporter“, die Artikel schreiben, sich den Fragen der Leser stellen, ihre Geschichten durch Aktualisierungen auf dem neuesten Stand halten und Diskussionen leiten sollen.

Ein besonderes Erkennungszeichen von Civilbeat.com sollen die Diskussions-Foren sein. Im Unterschied zu entsprechenden Foren bei den bereits bestehenden Zeitungen sollen die Foren bei Civilbeat.com frei sein von anstößigen, unsinnigen, rassistischen oder beleidigenden Kommentaren von den zumeist anonymen Lesern. Kommentare abgeben können nur registrierte und zahlende Leser. „Wir haben zu ihnen eine Geschäftsbeziehung und wissen, wer sie sind“, so Omidyar.

Gerald Kato von der Universität von Hawaii zu den Plänen Pierre Omidyars auf Hawaii eine Online-Nachrichtenseite zu starten: „Omidyar muss wirklich ein qualitativ hochwertiges Produkt liefern, damit die Leute bereit sind, 20 Dollar im Monat zu zahlen. Das ist eine echte Herausforderung.“ Gegen Omidyar wetten will Kato aber trotzdem nicht: „Wer hätte gedacht, dass eBay funktioniert? Es ist echt erfolgreich. Ob man aber Leute findet, jetzt in dieser Wirtschaftslage, die bereit sind, 20 Dollar im Monat zu zahlen, ich weiß es nicht. Ich wünsche ihm viel Glück.“

Gerald Kato weiß: „Zeitungsabonnenten sind eine begehrte Kundschaft. Meist sind dies ältere, gebildete und wohlhabendere Menschen. Von normalen Foren sind sie wegen der „Verrückten“, die oft dort ihr Unwesen trieben, abgeschreckt. Genau das will Civilbeat.com anscheinend ändern und diese Personen herausfiltern. Der Filter heißt: Nur wer zahlt, macht mit.“

Wie viel Geld Pierre Omidyar bisher in das Projekt Civilbeat gesteckt hat, möchte er nicht sagen. Chefredakteur ist der Nachrichten-Webseite ist der Zeitungsveteran John Temple, der vormals Chef der „Rocky Mountain News“ war, die im Februar 2009 eingestellt wurde. Pläne, über Hawaii hinauszugehen, gibt es augenblicklich nicht.

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