eBay Quartalszahlen: mehr Gewinn, aber schwacher Prognose

statistik_ranking_aktie_006.jpgeBay hat am Mittwoch, dem 21.April 2010, in San José um 14:00 Uhr Ortszeit, 23:00 Uhr unserer Zeit, die Zahlen für das erste Quartal 2010 veröffentlicht. Der Umsatz für das erste Quartal 2010 liegt bei 2,196 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 9% im Jahresvergleich oder 18% exklusive Skype entspricht. Analysten hatten im Vorfeld Erlöse in Höhe von 2,18 Milliarden Dollar prognostiziert.

Der Netto-Gewinn beläuft sich, auf GAAP-Basis (US-amerikanische Vorschrift der Rechnungslegungsgrundsätze) auf 397,7 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie (357 Millionen Dollar oder 28 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum). Ohne Sondereinflüsse (Non-GAAP-Basis) verbuchte eBay einen Gewinn von 554 Millionen Dollar oder 42 Cents je Aktie. Die Analysten hatten einen Gewinn pro Aktie 41 Cents erwartet und eBay schlägt damit die Prognosen von Wall Street um 1 Cent.

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John Donahoe bemerkte zu den Zahlen: „Unsere Resultate für das erste Quartal 2010 reflektieren einen großen Schritt hin zu unserem 3-Jahresplan und damit auch zu unseren Profit-Zielen. Wir entwickeln uns mehr und mehr zu einem Verbraucher- und Technologie-orientierten Unternehmen, das innovative Produkte und Erfahrungen anbietet. … Wir verbessern stetig die Grundsätze unseres Business, indem wir das Marktplatz-Geschäft stärken und hartnäckig das Wachstum von PayPal vorantreiben, um der Marktführer bei den weltweiten Online-Bezahldiensten zu werden.“

Die Marktplatz-Performance reflektiert den fortschreitenden Turnaround

Die Marktplatz-Einheit, bestehend aus eBay, Shopping.com, StubHub, Kleinanzeigen (ehemals Kijiji) und anderen E-Commerce-Seiten. Der GMV-Wert (Gesamthandelsumsatz), ohne Kraftfahrzeuge, lag hier bei 13,4 Milliarden US-Dollar. Die Marktplatz-Einheit profitierte von dem starken Wachstum des Festpreis-Formates und der erfolgreichen Integration von Gmarket. Der Konzern erwirtschaftet etwa 60% seiner Umsätze außerhalb der USA auf den anderen internationalen Marktplätzen, aber auch der inländische Markt ist wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Die Bezahldienste, allen voran PayPal, hatten ein sehr starkes 1. Quartal mit 809,3 Millionen US-Dollar Umsatz, was einem Anstieg von 26% im Jahresvergleich entspricht. Der Gesamtwert der Zahlungen (TPV) lag bei 21,3 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 35% im Jahresvergleich. Umsatz und das Wachstum des Gesamtwertes der Zahlungen (TPV) wurden durch die immer größer werdende Bestätigung durch Händler und Konsumenten erzielt. Außerdem wurde die Penetration der Bezahldienste auf eBay und im gesamten E-Commerce erfolgreich weiter voran getrieben. Die Akquisition neuer Händler und die stärkere Einbindung von Bill Me Later kurbelte ebenso das Wachstum an.

Für das derzeit laufende zweite Quartal 2010 stellt eBay einen Umsatz von 2,15 bis 2,20 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EPS  (Gewinn pro Aktie) von 37 bis 39 Cents in Aussicht. Dagegen erwarten die Analysten Umsatzerlöse von 2,21 Milliarden Dollar sowie einen durchschnittlichen Gewinn von 40 Cents je Aktie.

Für das laufende Geschäftsjahr 2010 wiederum stellt eBay einen Umsatz von 8,8 bis 9,1 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EPS von 1,63 bis 1,68 Dollar in Aussicht. Dagegen erwarten die Analysten Umsatzerlöse von durchschnittlich 9,12 Milliarden Dollar bei einem Gewinn von durchschnittlich 1,67 Dollar je Aktie. Die Aktie verliert nachbörslich deutlich um 7,1% auf 24,40 Dollar.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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