Guardia Civil gelingt Schlag gegen Hacker

Der spanischen Polizei ist es gelungen ein Netz von Hackern zu zerschlagen, das mehr als 13 Millionen Computer weltweit infiziert hat. Die PCs waren mit einem Virus infiziert, der in der Lage war, vertrauliche Daten und hier vor allem Kreditkarten-Informationen, zu stehlen.

Eine Einheit der Guardia Civil, die auf Computer-Technologien spezialisiert ist, hat 3 Männer verhaftet, die dem Netzwerk Mariposa (auf Spanisch Schmetterling) angehörten. Oberstleutnant José Antonio Berrocal, Leiter der Einheit erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz in Madrid, so AFP: „Es handelt sich hier um das bedeutendste und größte infizierte Netzwerk von Computern, das jemals entdeckt wurde.“

„Der Boss der Gruppe hatte auf seinem Computer personenbezogene Daten von mehr als 800.000 „gekaperten“ Computer-Nutzern“, stellte Kommandant Juan Salom, Leiter der Untersuchung fest. Mariposa infizierte Computer in fast 200 Ländern. Die PCs von mehr als der Hälfte der 1.000 größten Unternehmen der Welt und mindestens 40 große Finanzinstitute waren betroffen, so die Security-Experten, die die spanische Polizei bei ihren Ermittlungen unterstützten. Das Virus war so programmiert, dass vertrauliche Daten auf infizierten Computern gesammelt wurden. Danach wurden diese an eine zentrale Kommando- und Kontrollstelle gesendet, wo sie von den Hackern gespeichert wurden, so die Nachrichtenagentur Reuters.