Endlich freier Blick aufs World Wide Web durch das iPad von Apple

Was sind die überraschendsten Dinge bei Apple? Diese Frage stellte sich Jason Schwarz, unter anderem Autor der Seite www.economictiming.com. Gemäß dem Apple-Management ist es der Erfolg des App-Stores und des iPod-Touch. Zu einer Zeit als der iPod begann in der Versenkung zu verschwinden, fängt da der iPod-Touch Feuer? Kann nicht sein. Warum sollte irgendjemand einen Touch kaufen, wenn derjenige ein iPhone haben können?  Leute bezahlen bis zu 399 US-Dollar für den iPod-Touch. Niemand sah das kommen. Doch was heißt dieser unerwartete Erfolg für das Apple iPad? Eine ganze Menge.

Das iPad befindet sich genau in der Mitte von Apples Spotlight. Am besten schaut man sich hierfür die konvergierenden Wege der potentiellen Käufer an: Auf dem einen Weg hat man 75 Millionen iPhone- und iPod Touch- Benutzer, die mit dem App-Store auch entsprechend vertraut sind und nicht darauf warten können, endlich den größeren Bildschirm [des iPads] nutzen zu können.

Der andere Weg ist gepflastert mit 33 Millionen Netbooks der Generation 2009. Und dann haben wir noch die Spieler: Glaubt man dem Jahresbericht der Entertainment und Merchants Association 2009, steht fest, dass, wenn sich der Verbraucher dafür entscheidet Videospiele zu spielen, er dies sein ganzes Leben hindurch tun wird. Und immerhin 68% aller amerikanischen Haushalte spielen Videospiele und die Gesamtverkäufe stiegen auf 23 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008. Weltweit schätzt man, dass es 217 Millionen Online-Spieler gibt.

Apple COO Tim Cook erklärte kürzlich, dass das Apple Design-Team das iPad eigentlich „unsichtbar“ gestalten wollte. Das heißt, nach 6 Monaten des Gebrauchs des iPads fühlt es sich so an, als halte man bloß das Internet in seinen Händen und nicht irgendein Gerät. Ein Internet, das man berühren und mit dem man interagieren kann. Gut, und was heißt das für die Spieler unter uns? Es bedeutet, dass das iPad das erste „Spielgerät“ ist bei dem man das Gefühl hat real ins Spiel eingreifen zu können und es zu kontrollieren. Die Spieler waren auch die ersten die in Scharen den iPod Touch für sich entdeckten; wie werden sie also nun das iPad für sich entdecken? Unter den potentiellen Käufern nicht zu vergessen die 9 Millionen Ärzte weltweit, 15,9 amerikanische Millionen College-Studenten, 60 Millionen Lehrer auf der ganzen Welt, oder auch die 5 Millionen E-Book-Leser von Amazon oder Sony.

Wie wird sich demzufolge der Verkaufsstart des iPad präsentieren? Bevor ich diese Frage jedoch beantworte kurz noch eine Darstellung was das iPad eigentlich ist: Es ist das erste Gerät, das so konzipiert ist, wie das Internet eigentlich genutzt werden sollte. Es ist so als wenn man von seinem Sportwagen das Verdeck abnimmt und dadurch in der Lage ist bei einer Fahrt durch den Canyon den majestätischen, freien Blick auf die Berge zu haben. Bis jetzt hatten wir immer den Ausblick aus dem Rückfenster von Omas 1987iger Minivan (dem Laptop).

Das mobile Internet aber ist nun bereit für sein eigenes Gerät. Das ist das iPad.

Ich stelle also die Frage noch einmal: Wie wird sich der Verkauf des iPad anlassen? Ich erinnere mich immer noch an Tag Nummer 32 im Santa Monica Apple Store als das iPhone 3G verkauft wurde – die Schlangen vor dem Shop waren auch nach 32 Tagen noch sehr lang. Das 499 Dollar teure iPad  hat zudem den Vorteil nicht an einen exklusiven Phone-Betreiber wie AT&T gebunden zu sein und es dauert keine Ewigkeit den Service einzurichten wie beim iPhone.

Natürlich weiß ich nicht wie viele Menschen tatsächlich das iPad kaufen werden, aber ich weiß eins: Es werden einige hundert Millionen von Leuten auf den Straßen weltweit unterwegs sein, um endlich nicht mehr nur den Blick aus dem Rückfenster von Großmutters Minivan zu haben, sondern freie Sicht aufs Internet.

Noch kurz zum Schluss: Ich erwarte, Engpässe bei Best Buy, AT&T Stores, Apple Stores und wo immer auch das iPad angeboten wird. Apples größtes Problem wird es sein mit der Nachfrage standhalten zu können.

Wir sehen uns in der Schlange!



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