Verkauf von Twitter-Followern nicht mehr rentabel

Die Verfolger im Microblog, sogenannte Twitter-Follower, haben klar an Wert verloren. Noch im vergangenen Jahr wurden sie zu Hauf beispielsweise auch bei eBay zum Verkauf angeboten. Wie Techcrunch jetzt berichtet reicht ein Blick auf den Online-Marktplatz eBay und man stellt fest, dass Follower, die dort zum Verkauf angeboten wurden, eigentlich kaum noch einen Wert haben. Das Geschäftsmodell ist demnach nicht aufgegangen.

So liegt der Preis für einen Twitter-Follower inzwischen bei unter einem US-Penny, während 2009 im Schnitt 0,25 Dollar dafür bezahlt werden mussten. Obschon Twitter die Veräußerung von Verfolger-Listen eigentlich nicht gestattet, versuchen verschiedene Anbieter damit Geld zu machen, indem sie den direkten Verkauf umgehen. Stattdessen wird versprochen, dass der persönliche Account bzw. die Follower-Zahlen durch „bewährte und sichere Methoden“ optimiert werden könnten.

Profis aus der Social-Media-Branche sehen solche Anbieter seit ihrem Aufkommen sehr argwöhnisch. Für eher negative Schlagzeilen sorgte etwa uSocial, das auch Facecbook-Freunde zum Verkauf anbietet.

Gegenüber pressetext sagt David Nelles, Corporate Communications bei der Beratungsfirma virtual identity: „Interesse an einem solchen Service kann eigentlich nur der Marketer haben, der sich mit dem Grundverständnis von Social Media nicht auseinandergesetzt hat. Das Angebot hört sich zwar verlockend an, doch so einfach funktioniert es nicht.“

Social Media bedeute eine nachhaltige Beziehung mit der Zielgruppe aufzubauen, um einen authentischen Dialog zwischen dem Unternehmen oder Produkt und der Community zu generieren. Sieht man davon ab, dass sich Twitter-Verfolger oder auch Facebook-Freunde nicht so einfach in bare Münze umwandeln lassen, sind sie nicht komplett wertlos.
Ausschlaggebend ist allerdings, ob jemand echte Follower, die verifiziert sind, oder nur gefälschte bzw. Schein-Follower aufweisen kann. Denn nützlich sind Follower nur dann, wenn sie interagieren, die eigenen Tweets weiterverbreiten und so für mehr Aufmerksamkeit sorgen.


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