Wie bewertet der Kapitalmarkt die Änderungen auf eBay USA?

Zwei Analysten, die den Online-Marktplatz eBay, vor allem in den USA, bestens kennen haben ihre Einschätzung zu den Neurungen auf eBay.com gegeben:

Imran Khan JP Morgan Chase & Co:
Preisdifferenzierung ist hier das Schlagwort! Wir denken, dass die neuen Gebühren die Möglichkeit eBays verbessern zu unterscheiden, wer ein „Gelegenheitsverkäufer“ ist, der wahrscheinlich weniger zur verkaufsabhängigen Provision beitragen wird, und den professionellen Händlern, die einen größeren Fokus auf Gewinnspannen und Einstellgebühren legen. Auch denken wir, dass eBay damit rechnet, dass größere Verkäufer eine beständigere Kauferfahrung bieten werden. Die neue Gebühren-Struktur wird etwas Druck auf den „Mittelstand“ ausüben: Verkäufer die zwar regelmäßig verkaufen, aber deren Handelsvolumen nicht ausreicht, um in den Genuss der entsprechenden Rabatte zu kommen.“

John Donahoe hat zu Gebührenanpassungen und weiteren Initiativen in 2010 bei eBay.com schon erklärt, dass eBay sowohl in Großbritannien, als auch in Deutschland, im Gegensatz zu den USA, gewerbliche Händler und Privatverkäufer besser unterscheiden kann, wodurch es möglich war, verschiedene Preismodelle für den gewerblichen und den privaten Verkauf anzusetzen. Dies hat auch Imran Khan in seiner Beurteilung festgestellt.

Colin Sebastian von Lazard Kapitalmärkten LLC:
„Wir erwarten eine große Verschiebung hin zum Festpreisformat mit weniger Versteigerungen. Mit Gebühren-Änderungen, die den Festpreis vor den Auktionen favorisieren und gewerblichen Händlern, die den Privatverkäufern vorgezogen werden, erwarten wir eine weitere Verschiebung bei dem Format- und Verkäufer-Mix. eBay stellt auch das „Store-Inventory-Format“ stufenweise ein, was dazu führt, dass die Angebote auf der Kernseite vergrößert werden. Dies wiederum hebt die Notwendigkeit für eBay hervor, die Suche auf der Seite weiter zu verbessern.

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