Der Einkaufen in Großbritannien ist zur Zeit lohnend

Der Euro war noch nie so stark, das britische Pfund selten so schwach und deshalb werden die besten Marken aus Großbritannien für die Deutschen immer bezahlbarer. Ein Pfund ist augenblicklich nur etwa 1,12 Euro wert.

Die besten Angebote findet man auf . Man kann mit ein wenig  Glück bis zu 50% sparen und das vor allem bei DVDs, Digitalkameras und Schuhen.

Einige Dinge sind aber trotz der Zollfreiheit doch zu beachten. Bei Unterhaltungselektronik sind oft die Netzstecker unterschiedlich, was durch einen Adapter aber reguliert werden kann. Bei Tastaturen sind je nach Sprache die Tasten häufig anders angeordnet. Bei Bekleidung und Schuhen sollte man daran denken, dass die Größen oft variieren.

Auch sollte man sich eventuell beim Händler nach den Versandkosten erkundigen, damit aus dem Schnäppchen nicht doch noch ein teurer Einkauf wird.

Daphne Rauch, eBay-Sprecherin, rät den eBay-Nutzern sich unter Umständen auch bei den jeweiligen privaten Zustelldiensten oder dem staatlichen Dienst der „Royal Mail“ direkt zu informieren. „Noch einfacher geht es mit Parcel2Go.com: Die britische Preisvergleichsseite zeigt die jeweils günstigsten Tarife an“, sagt Daphne Rauch.

Andrea Sack vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kiel, ihres Zeichens Juristin, erklärt in der Welt Online: „Bei seriösen britischen Anbietern können deutsche Verbraucher derzeit Schnäppchen machen. Allerdings sollte man Firmen im Ausland besonders sorgfältig zu prüfen. Denn wenn es sich um einen Betrüger handeln sollte, wird es durch die Entfernung schwieriger seine Rechte durchzusetzen.“

Andres Sack warnt gerade vor dem Elektronikbereich, da es hier die meisten schwarzen Schafe gibt. Daher rät sie: „Man sollte immer darauf achten, dass es ein ordentliches Impressum gibt und sich eventuell in Foren über die Webseite informieren. Sicherer ist es natürlich bei den britischen Ablegern von großen, bekannten Anbietern wie Amazon oder eBay zu ordern.“

Ist der Händler seriös, hat der deutsche Verbraucher auch beim Einkauf in Großbritannien die mindestens zweijährige Gewährleistung bei Fehlern und auch das Widerrufsrecht ist europaweit festgelegt. Nach der Bestimmung über den Vertragsabschluss im Fernabsatz muss die Widerrufsfrist mindestens 7 Werktage betragen. In Deutschland hat man sogar 14 Tage Zeit.

Aber auch in Großbritannien gilt nach Angaben des britischen Gegenstücks des EVZ, dem „UK European Consumer Center“, dass Verbraucher für eine Zurücknahme des Vertrags innerhalb von 7 Werktagen keinen Grund angeben müssen. Jedoch müssen bei Retouren die Portokosten vorgestreckt werden, die der Händler aber dann innerhalb von 30 Tagen zurückzahlen muss. Ansonsten muss es auch auf den englischen Webseiten so etwas wie „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ (terms and conditions) geben, die man sich in jedem Fall vorher durchlesen sollte.

Das UK European Consumer Center erhält die meisten Klagen darüber, dass die Konsumenten viel zu lange auf ihre bestellten Waren warten müssen. Nach britischen Recht gilt hier: Ist die Ware nicht binnen 30 Tagen beim Empfänger, kann der Vertrag als nichtig betrachtet werden. Das Europäische Verbraucherzentrum berichtet, dass sich bei ihnen die Kunden am meisten darüber beschweren, dass nicht alle britischen Verkäufer auch nach Deutschland ausliefern, was jedoch jedem Händler selbst überlassen bleibt.


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