Großbritiannien will arme Familien mit Laptops und kostenlosem Internet-Zugang versorgen

Die neue Initiative des britischen Premiers Gordon Brown, nämlich etwa 270.000 arme Familien mit Laptops und kostenlosem Internet-Zugang zu versorgen, klingt in unseren deutschen Ohren vielleicht ein wenig komisch. Das Projekt, das dazu beitragen soll, die digitale Spaltung der Gesellschaft abzumildern, hat den Hintergrund, dass in Großbritannien, aber auch z.B. in den Niederlanden viele Schulinformationen über das Internet weitergegeben werden. So kann man sich in Holland über die Schulnoten seiner Kinder informieren oder aber auch über die schulischen Aktivitäten seiner Kinder nachlesen.

Dadurch, dass viele der ärmeren Eltern in Großbritannien sich den Breitbandzugang schlichtweg nicht leisten können, fehlt ihnen die Möglichkeit, am schulischen Lernprozess teilnehmen zu können, was durch das Projekt geändert werden soll, denn wie in Holland, werden in Großbritannien zukünftig Schulberichte online abrufbar und der Lernerfolg der Schüler online überprüfbar sein. Alle Eltern müssten den Fortschritt ihrer Kinder in der Schule mit verfolgen können, so Brown, und deshalb soll jeder Haushalt von einkommensschwachen Eltern mit Kindern zwischen 3 und 9 Jahren, mit einem Breitbandanschluss versorgt werden und alle Familien mit ihrer Schule verlinkt sein. Damit versucht Brown den Bildungsunterschied zwischen armen und reichen Eltern, sowie deren Kindern zu reduzieren.

Laut Guardian betragen die Investitionen hierfür etwa 300 Millionen britische Pfund, etwa 330 Millionen Euro. Brown sorgt auch dafür, dass der PC im Haushalt bleibt, denn die Eltern müssen eine Erklärung unterschreiben, dass sie den Computer nicht zu Geld machen, in dem sie das Gerät beispielsweise auf der Internet-Plattform eBay anbieten.

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