Giropay zieht gegen Sofortüberweisung.de vor Gericht

Wie das Magazin Wirtschaftswoche berichtet, will der Internet-Bezahldienst Giropay gegen seinen Kontrahenten Sofortüberweisung.de vor Gericht ziehen. Giropay, hinter dem die Postbank, die Sparkassen, die Volksbanken und Raiffeisenbanken stehen, will den Konkurrenten Sofortüberweisung.de mit einer Klage vor dem Landgericht Köln wegen unlauteren Wettbewerbs unter Druck setzen. Giropay erklärt, dass Sofortüberweisung.de Bankkunden mit ihrem Bezahlservice zur Preisgabe ihrer PIN(Kennwort) und des Transaktionscodes TAN animierten. Hierdurch sei die Sicherheit des Online-Bankings aufs Spiel gesetzt. Der Streitwert der Klage liege bei 300.000 Euro und die Klage wurde dem Magazin Wirtschaftswoche vom LG Köln bestätigt.

Payment Network, ein im Jahr 2006 in Gauting bei München gegründetes Unternehmen, betreibt den Online-Bezahldienst Sofortüberweisung.de. Das Unternehmen gehört Reimann Investors. Weitere Zahlungssysteme sind Sofortabo.de und Sofortlastschrift.de sowie das Internet-Verifizierungssystem Sofortident.de. Geschäftsführer Christoph Klein erklärte bei der Eröffnung in Gauting: „Unser Ziel für das kommende Jahr ist es, das zweitstärkste Zahlungssystem in Deutschland zu werden.“

Jens Lütcke sagte gegenüber der Wirtschaftswoche, dass die Vorwürfe von Seiten Giropays nicht berechtigt seien, da man bei Zahlungsvorgängen die PIN und TAN codiert an die Online-Bankingserver der Banken weiterleite.


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