Mitarbeiter shoppen in der Vorweihnachtszeit 14,4 Stunden am Arbeitsplatz

Wie aus einer aktuellen Umfrage des internationalen, nicht kommerziellen Berufsverbands von Informatikfachleuten ISACA hervorgeht, werden Angestellte während der kommenden Vorweihnachtszeit im Schnitt fast zwei ganze Arbeitstage oder 14,4 Stunden mit Internet-Einkäufen über den PC an ihrem Arbeitsplatz verbringen. Einer von 10 Mitarbeitern wird während der Arbeitszeit sogar über 30 Stunden für das Shoppen im Netz verwenden. In dem Bericht der ISACA heißt es: „Trotz der Wirtschaftslage, die für eine Abflachung oder einen Rückgang bei den Weihnachtsumsätzen sorgen dürfte, zeigte die zweite jährliche Umfrage, dass beinahe die Hälfte der Befragten vorhat, von ihrem Computer am Arbeitsplatz aus Weihnachtseinkäufe über das Internet zu tätigen. Als wichtigste Beweggründe hierfür sind vor allem Einfachheit (34%) und Langeweile (23%) angeführt worden… .

Uwe Weinreich, Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensberatung erklärt gegenüber pressetext: „Was die private Web-Nutzung am Arbeitsplatz betrifft, gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. Vor allem größere Unternehmen haben diese Problematik bereits erkannt und versuchen, diesbezügliche Fragen über ihre IT-Administratoren bei ihrer Belegschaft zu thematisieren.“ Weinreich hält es jedoch für übertrieben, dass Angestellte während der bevorstehenden Weihnachtszeit gleich zwei ganze Arbeitstage für privates Online-Shopping verwenden.

Der Experte fährt fort: „Falls sich ein Unternehmen für eine strengere Gangart entscheidet, stehen ihm eine Reihe unterschiedlicher Handlungsmöglichkeiten wie etwa spezielle Internetfilter zur Verfügung, die bestimmte Webangebote blockieren. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass die Arbeitszeit nicht für Online-Shopping draufgeht, gibt es aber auch dann nicht.“ Es gibt immer Mittel und Wege, den Überprüfungen zu entgehen. Ferner ist Weinreich der Ansicht, dass Unternehmen in der heutigen Situation andere Probleme hätten, als die private Internet-Nutzung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Auch Robert Stroud, internationaler Vice President von ISACA, unterstreicht die Meinung von Weinreich: „Da das Internet den meisten Angestellten zur Verfügung steht, ist es unrealistisch zu glauben, dass Unternehmen den Gebrauch von Computern am Arbeitsplatz für Online-Einkäufe vollständig unterbinden können.“ Allerdings, so Stroud müsse man die Angestellten im Unternehmen über die vielfältigen Risiken (Spam, Phishing oder beispielsweise Viren) die das Internet birgt aufklären. Ebenso sollte man sie an die entsprechenden firmeninternen Sicherheitsrichtlinien erinnern.

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