Der Kindle beschert Amazon 199 Millionen Dollar

Am 23.10.2009 hat Amazon seine Zahlen zum dritten Quartal 2009 veröffentlicht, die wie folgt aussehen: Der Überschuss stieg im dritten Quartal um zirka 70% auf 199 Millionen US-Dollar, was zur Folge hatte, dass das Amazon Papier am Donnerstagabend im nachbörslichen US-Handel um rund 15% gestiegen ist. Der Überschuss pro Aktie betrug 45 Cent. Analysten hatten mit 33 Cent je Anteilsschein gerechnet. Wie der Konzern weiter mitteilte, stieg der Umsatz um 28% auf 5,45 Milliarden Dollar. An der Wall Street waren 5,03 Milliarden Dollar vorhergesagt worden. Die Erwartungen am Markt waren für Amazon ohnehin sehr hoch und die Zahlen haben damit die Prognosen der Analysten noch übertroffen.

Etwa 50% der Einnahmen erzielte Amazon außerhalb seines Heimatmarktes, wobei Deutschland zu den wichtigsten Nationen zählt. Der Konzern erklärte dass der Kindle, das elektronische Lesegerät für Bücher und Zeitungen, zu den am häufigsten verkauften Artikeln gehörte. War der Kindle bis vor kurzem nur in den USA erhältlich, gibt es das Gerät nun auch in Deutschland und 100 anderen Staaten. Sony und txtr, ein Berliner Unternehmen, das im Dezember 2009 ein eigenes Lesegerät auf dem Markt einführen wird, werden mit dem Kindle in Wettbewerb treten.

Anders als eBay, haben die Verantwortlichen von Amazon einen optimistischeren Ausblick auf das vierte Quartal gegeben, denn auch für das Weihnachtsgeschäft rechnet Amazon mit höheren Umsätzen. Das Unternehmen erwartet hier Einnahmen zwischen 8 und mehr als 9 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich entspräche dies einem weiteren Wachstum von 36%. Beim operativen Gewinn für das wichtige vierte Quartal sagt der Konzern 300 bis 425 Millionen Dollar vorher und damit einen Anstieg von 56%.


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