Neuer Prozess um nicht bezahlte Artikel bei eBay aktiviert

eBay hat Änderungen im Prozess um nicht bezahlte Artikel vorgenommen, die ab sofort gelten und gibt auf seiner amerikanischen Hilfe Seite den Händlern Informationen, sodass diese wissen, wie sie mit den Neuerungen umzugehen haben.

Was kann ein Händler also tun, wenn der Käufer seine Waren nicht bezahlt?
Der Verkäufer kann frühestens 4 Tage nach dem Verkauf für einen Zeitraum von bis zu 32 Tagen einen solchen Fall im „Resolution Center“ anzeigen. Der Käufer hat danach 4 Tage Zeit, um die Bezahlung doch noch durch zu führen. Während dieser Zeit kann er auch Kontakt zum Händler aufnehmen, um eine Zahlungsverlängerung bitten oder ein anderes Arrangement mit dem Verkäufer treffen. Der Händler kann die Bitte des Käufers annehmen, doch ist er nicht verpflichtet dem Käufer spezielle Arrangements zu gewähren.

Vor der Änderung in diesem Prozess durfte der Händler erst nach 8 Tagen einen solchen Prozess eröffnen und musste dann noch weitere 7 Tage auf eine eventuelle Einigung warten. Das heißt er musste mindestens 15 Tage warten. Während der 7 Tage „Wartezeit“ konnte der Käufer den Händler kontaktieren. Der Käufer konnte ebenso während dieser Zeit ein negatives Feedback hinterlassen, dass eBay in diesem Zeitraum auch nicht entfernen durfte.

Brews von „BrewsNews“ hat nach diesem neuen Prozess einen Fall eingeleitet und festgestellt, dass die Option des Käufers mit dem Händler zu kommunizieren, nur noch über das eBay Message-System möglich ist. Ansonsten hat er nur die Möglichkeit zu zahlen, denn auch negatives Feedback darf er in dem neu gesteckten Zeitrahmen nicht hinterlassen. Es sieht ebenfalls so aus, als müsste der Händler, selbst wenn der Kunde den Artikel bezahlt hat, zunächst eBay kontaktieren, um den Streitbeilegungs-Prozess endgültig zu beenden (s. FAQ Page for How To Appeal an Unpaid Item). eBay erklärt dazu: „… Der Händler hat keine Möglichkeit den nicht bezahlten Artikel zu entfernen – sie müssen eBay direkt kontaktieren …“

Was ein wenig erstaunt ist, dass eBay den Käufern anbietet, Kopien von Banküberweisungen oder Schecks als Beweis für die Bezahlung einzureichen, fordert doch eBay von den Händlern nur elektronische Bezahlmethoden zu akzeptieren. Noch unklar ist, wann eBay dazu übergehen wird, den Prozess um nicht bezahlte Artikel zu automatisieren, als Datum war ursprünglich Ende September 2009 vorgesehen. Mitarbeiter aus dem Kundendienst-Team haben hierzu unterschiedliche Angaben gemacht. Es könnte auch noch bis zum April 2010 dauern, bis die Automatisierung des Prozesses in einer Beta-Version startet.

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