Die Skype-Gründer Friis und Zennstrom zerstören ihren bisher guten Ruf

Die Skype-Gründer Friis und Zennstrom zerstören ihren bisher guten RufDer umtriebige Geschäftsmann und Gründer/CEO der Videoplattform watchmojo.com, Ashkan Karbasfrooshan, hat sich in einem Artikel mit den mittlerweile klagewütigen Skype-Gründern befasst. Nachfolgend eine Auszüge aus Karbasfrooshans Artikel.

Sie haben Kazaa, Skype ,Joost und Joltid gegründet – Janus Friis und Niklas Zennstrom. Kazaa war eine Unruhe stiftende und zerstörerische Kraft in der „Musik-Szene“ und lieferte sich einen Schlagabtausch mit Napster. Aber okay, Kazaas Schicksal war dann doch kein anderes als das von Napster. Skype auf der anderen Seite war nicht nur ein Unruhestifter, sondern auch noch sehr profitabel. Das Duo hat sich eine goldene Nase mit dem Verkauf von Skype an eBay verdient. Und irgendwann dann kam heraus, dass eBay alles, nur nicht die zu Grunde liegende Technologie erworben hat.

Der Dienst Joost war ein Disaster und das vom ersten Tag an. Und als einer unserer Verleihpartner war das von Anfang klar. Wir haben immer versucht, ihnen all die Dinge darzulegen, die sie vielleicht besser machen könnten – vergeblich. Ungeachtet dessen, wenn nun jedes weitere Projekt was sie beginnen daneben gehen sollte, sie haben trotzdem ihre Marke hinterlassen und mit Skype echte Reichtümer verdient. Wie auch immer, ich frage mich, ob sie dabei komplett ihren Verstand verloren haben. Aus meiner Sicht ist es daher gut, dass die Skype-Gründer nun damit begonnen zu haben, sich über Atomico Investments auf das anonyme Anlagengeschäft zu konzentrieren, da sie sich ihren persönlichen Ruf als gute Unternehmer, in der Art wie sie nach dem Skype-Verkauf gehandelt haben, zerstören.

Jemand der eBay ein Unternehmen ohne die notwendige Technologie verkauft, ist schon zweifelhaft genug, auch wenn die unwissende Meg Whitman kein Problem darin gesehen hat. So wie ich das heute verstehe, planten Friis und Zennstrom die zu Grunde liegende „Joltid peer-to-peer Global Index Technologie“ für später folgende Projekte zu nutzen, einschließlich Joost, aber es ist einfach eine miese Art.

Was sie eigentlich hätten tun sollen, ist es wert einen weiteren Artikel zu verfassen. Fakt ist, jetzt haben sie eine weitere Klage eingereicht . Dieses Mal klagen Sie gegen den ehemaligen CEO und Aufsichtsratsvorsitzenden Mike Volpi. Volpi soll seine treuhänderischen Pflichten verletzt und in seiner Zeit als CEO vertrauliche Informationen an das Investmentunternehmen und heutigen Mehrheitseigner von Skype, Index Ventures, weitergegeben haben. Vielleicht hat Volpi tatsächlich ebenso fragwürdig gehandelt, doch an einem bestimmten Punkt zerschneidet man das Band und geht seinen Weg.

Als interessierter Unternehmer habe ich mich vor Kurzem über Friis und Zennstroms Unternehmen Atomico erkundigt, aber jetzt, wo ich dieses eBay/Volpi–Durcheinander mitbekomme, frage ich mich, ob ich nach diesen Geschichten mit dem Duo überhaupt zusammenarbeit möchte… . Die Antwort auf diese Frage wird momentane Investoren wohl ebenfalls zum Überlegen anregen. Hat man dann alle Geschichten auf GigaOm, PaidContent ,Tech Crunch oder anderen Seiten gelesen, stellt man sich selbst zum Schluss die Frage: Es wird langsam wirklich kurios. Gibt es einen einzigen in dieser Story, der grundsätzlich nicht stinkt?

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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