Skype wechselt den Besitzer

eBay hat nun offiziell bekanntgegeben, dass es 65% seiner Anteile an der Internet-Telefonietochter Skype an Finanzinvestoren verkauft hat. Insgesamt wird das Unternehmen Skype mit 2,75 Milliarden US-Dollar bewertet. Im September 2005, damals noch unter Meg Whitman, kaufte eBay den Telefonieanbieter Skype für die Wahnsinnssumme von 2,6 Milliarden Dollar. Jetzt 4 Jahre später gehen eBay und Skype getrennte Wege. Geplant war dieses schon lange, zumindest wollte eBay mit Skype Anfang 2010 an die Börse, jetzt kam der Verkauf dazwischen. eBay veräußert die Mehrheit an Skype an eine Investorengruppe und erhält für den 65%-Anteil zirka 1,9 Milliarden Dollar in bar. Das Online-Auktionshaus behält allerdings eine Minderheitsbeteiligung von 35% an dem Unternehmen. Zur Käufergruppe, wie jüngst schon gerüchteweise zu lesen war, gehören die Beteiligungsgesellschaften Silver Lake und Index Ventures sowie die Internet-Pioniere Marc Andreessen, Ben Horowitz und das Canada Pension Plan (CPP) Investment Board. Abgeschlossen werden soll die Akquisition im letzten Quartal des Jahres 2009. Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollten, so las man in der Vergangenheit des Öfteren, Skype zurückkaufen, jedoch mangelte es den beiden anscheinend an genügend Kapital. Für eBay ist die teilweise Separation von Skype ein weiterer Schritt in die Richtung, den Fokus wieder auf das Kerngeschäft zu legen, da das Wachstum hier stagnierte und sogar zurückgegangen ist. Bis 2011 erwarten Analysten nur noch maximal 10% Prozent Umsatzplus. Skype wurde schon mehrfach, auch von John Donahoe, als Stand-Alone-Business angepriesen und soll nun auch alleine weitermachen, was von den Finanzexperten als wirklichkeitsnah angesehen wird. Allerdings gibt es auch Stimmen, wie die von Bernstein-Analyst Jeff Lindsay, der sagt:„Das einzige Problem von Skype ist, dass es Teil von eBay ist.“

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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